Welcher Topf zum Brotbacken? Test und Empfehlungen

Brot zu Hause zu backen macht Spaß, bedarf aber etwas Equipment, damit das Brot auch wirklich richtig schön knusprig wird und so aufgeht, wie du es dir vorstellst. Du kannst das Brot frei schieben und dafür z.B. einen Pizzastein wie diesen hier verwenden (Link auf Amazon*) oder aber du verwendest einen Brotback-Topf (wie den Brotback-Topf, den ich verwende). Alle nötigen Infos übers Brotbacken im Topf findest du hier.

Ich selbst backe mittlerweile meistens im Topf. Der Vorteil: Im gusseisernen Topf ist die richtige Umgebung für das zu backende Brot schon automatisch vorhanden. Die passende Hitze von allen Seiten und ein Gefäß, welches den perfekten Schwaden (Dampf) automatisch aus dem Brotteig heraus erzeugt. Doch welchen gusseisernen Topf sollte man verwenden? Hier stelle ich dir 3 Töpfe/Pfannen vor, die ich selber nutze und daher sehr gut einschätzen kann.

Gleich vorweg: Mir wurden die Brotback-Töpfe nicht gesponsort. Das heißt, ich musste sie bezahlen und berichte daher auch ganz unvoreingenommen. Allerdings verlinke ich über diese Seite mit Partner-Links. Das bedeutet: Wenn ich von einem Topf überzeugt berichte, dich durch meinen Bericht ebenso davon überzeuge und du klickst auf meine Links und bestellst dann etwas, erhalte ich eine kleine Provision. Insofern das für dich problematisch ist, kannst du einfach über Google das entsprechende Produkt suchen und anderweitig bestellen.

Gusseiserne Brotback-Töpfe im Test

Fangen wir an mit dem Test. Ich hatte 3 Brotback-Töpfe im Test:

Emaillierter Brotback-Topf von Chefarone

26cm, ‎32.1 x 26 x 16.5 cm, 4,7 L Gusseisen-Bräter mit Deckel | verschiedene Farben und Größen| 5,5kg

Der Chefarone Brotback-Topf* ist optisch wirklich toll. Gerade auch durch die Beschichtung innen kommt so ein Brot optisch schon super. Das ist nicht für jeden wichtig, für mich als Blogger schon. Das sieht auf Bildern gleich schicker aus. Aber unabhängig von der Attraktivität ist die Innenbeschichtung auch sehr pflegeleicht. Er kann sehr leicht gereinigt werden ohne zu rosten. Das Problem haben andere gusseiserne Töpfe, wenn sie nicht beschichtet sind. Da darf kein Wasser dran oder es muss direkt wieder mit Öl nachgebrannt werden. Hier gibt es auch kein lästiges Einbrennen des Topfs. Man kann direkt loslegen.

Es ist viel Platz im Topf. 4.7 L sind ausreichend für große Brote (1.5kg Teig sind kein Problem). Durch die Breite von 26cm passen auch wirklich größere Brote hinein. Wer mal einen Teig produziert hat, der weich und instabil ist, hat durch die große Breite nicht den Effekt, dass der Teig nach oben gezogen werden kann. Der Rand ist dann halt noch ein Stück weg und der Teig kann breit laufen. Aber das ist ja eher ein Fehler des Bäckers, als des Topfs. Ist der Teigling gelungen, spielt der Topf seine ganze Stärke aus für perfekten Ofentrieb.

Der Topf ist laut Herstellerangabe bis 300 Grad hitzebeständig. Das habe ich nicht getestet, weil mein Ofen nur bis 270 Grad geht und ich ohnehin im Topf nicht über 250 Grad gehen würde. D.h. Hitze kann ausreichend produziert werden. Und durch den Topf ansich ist immer automatisch für eine ideale Bedampfung gesorgt.

Mit knapp über 70€ ist der Topf wirklich nicht teuer. Im besten Fall hat man sein Leben lang etwas davon und wer auf Nummer sicher gehen will, für den sind 100 Tage Geld zurück Garantie ein Argument mehr zuzuschlagen.

Vorteile des Chefarone Gusseisen-Brotback-Topf

  • muss nicht eingebrannt werden
  • pflegeleicht durch Innenbeschichtung
  • Breit, viel Platz (1.5kg Brotteige kein Problem)
  • 100 Tage Geld zurück Garantie
  • bis 300° hitzebeständig
  • kann auch auf dem Herd verwendet werden (alle Herdarten)
  • gleichmäßige Wärmeverteilung

Nachteile

  • recht breit mit 26cm; weiche Teige ohne Stabilität werden ggfs. nicht nach oben gezogen

Fazit

Der Chefarone Brotback-Topf ist sein Geld wert und ideal um Brote zu Hause zu backen und leicht zu reinigen. Du brauchst so keinen Backstein mehr und hast mehr Geling-Garantie bei deinen Broten. Optisch macht er viel her und die Breite ist eher Vor- als Nachteil. Klare Kaufempfehlung.

Preis bei meinem Kauf: 72 €

Ansehen bei Amazon*

Emaillierter ProCook Brotback-Topf aus Gusseisen

24cm, 4,7 L Gusseisen-Bräter mit Deckel | verschiedene Farben | 5,8kg

Den ProCook Bräter/Brotback-Topf* habe ich damals als meinen ersten Topf fürs Brotbacken für mich ausgesucht und ich nutze ihn bis heute immer wieder gerne. Er ist sehr pflegeleicht und robust. Bis heute musste ich den Topf nicht reinigen oder neu einbrennen. Die emaillierte Oberfläche des Bräters ist sehr einfach zu reinigen.

Mit 24cm Durchmesser und 4.7L Fassungsvermögen kannst du problemlos Brote um die 1-1.5 kg backen (wobei 1.5 kg schon das absolute Maximum ist und das Einbringen des Teiglings in den Topf dann schon eine Herausforderung darstellt).

Bis 260° ist der Gusseiserne Topf hitzebeständig, was für alle Brotrezepte absolut ausreichend ist. Übrigens ist der Topf auch Induktionsherd-geeignet und kann dort aufgeheizt werden, wenn im Topf auch gekocht werden soll.

25 Jahre Garantie runden ein richtig tolles Produkt ab, welches nicht nur gut aussieht, sondern auch schöne Brote produziert. Viele meiner hier gebackenen Brote im Topf (Rezepte findest du unten) sind im ProCook gebacken worden.

Nachteil gegenüber den beiden anderen Produkten hier im Test ist der tiefe Topf. Du musst den Teigling unbeschadet in den Topf bringen. Ich bin kein Freund davon, den Teigling vom Rand in den Topf zu werfen, weil dann Luft entweicht und das Brot an Volumen verliert. Siehe unten Tipp für eine speziell für Brotback-Töpfe zugeschnittene Dauerbackfolie. Die nutze ich sehr gerne, so kommt das Brot auch unfallfrei in den Topf.

Preislich kann man sich aus meiner Sicht unter 100€ nie beschweren. Deutlich günstiger geht auf die Qualität und auf die Hitzebeständigkeit oder Größe. Der ProCook Brotback-Topf ist hier perfekt ausgerüstet und jeden Cent wert.

Angeblich ist der Topf auch spülmaschinenfest. Das kann ich nicht bestätigen, weil ich ihn noch nie in die Spülmaschine geben wollte/musste. Wer ihn nur für Brot benutzt, muss ihn nur ab und zu mal etwas trocken auswischen. 

Vorteile des ProCook Gusseisen-Brotback-Topf/Bräter

  • hübsch
  • pflegeleicht
  • hocherhitzbar
  • ausreichend groß für Heimbäcker
  • 25 Jahre Garantie

Nachteile

  • tiefer Topf verlangt eine Hilfe zum Hereinheben des Teiglings zu basteln (Einmalaufwand von 5min) 

Fazit

ProCook hat hier einen richtig schönen Topf im Angebot. Ich nutze ihn seit Jahren und konnte bisher keine Nachteile und auch keine Abnutzung feststellen. Alles super!

Preis bei meinem Kauf: 74 €

Ansehen bei Amazon*

Bragus Gusseisen Topf 2in1 Dutch Oven

Ø26cm | 4,6 L | mit Grillpfanne/Deckel | Griffhandschuhe inklusive | 6.1kg

Kürzlich habe ich mir den Bragus Dutch Oven Brotbacktopf* besorgt, weil ich einen runden Topf mit Pfannendeckel testen wollte. Meine Challenger Breadpan (siehe nachfolgend) ist eigentlich absolut ausreichend für längliche und runde Brote, aber am Ende auch immer etwas groß und schwer. Ich wollte wissen, was ein deutlich günstigerer Dutch Oven leistet.

Der Bragus ist sehr schick und gut verarbeitet. Ausschließlich Gusseisen verlangt eine gewisse Sorgfalt, weil zB mit Wasser nicht gearbeitet werden kann um das Rosten zu verhindern. Und das Einbrennen des Gusseisen-Dutch Ovens ist (wie bei anderen Gusseisernen Töpfen auch) unter Umständen eine geruchsintensive Angelegenheit. Ich empfehle dringend ein sehr hocherhitzbares, geruchsarmes Öl zu verwenden. Das aber nur am Rande. 

Nach dem Einbrennen steht dem Backen von tollen Broten im Bragus nichts im Wege. Mit seinen 26cm Durchmesser und 4.6 L Fassungsvermögen ist auch hier für bis zu 1.5kg Brot Platz. Ich backe meist max. 1.2kg Brote in den Töpfen, aber etwas mehr geht noch mit ein wenig Randkontakt. 

Gewichtstechnisch ist der Bragus Dutch Oven mit knapp 6kg im Rahmen. Durch die Pfanne lässt sich jedes Brot problemlos direkt vom Gärkorb in die Pfanne stürzen. Der tiefe Deckel wird darüber gestülpt. So wird aus einem normalen gusseisernen Topf/Bräter eine ideale Brotback-Pfanne.

Preislich liegt der Bragus mit etwas über 70€ absolut im Rahmen und ist, genauso wie der ProCook, sein Geld wert. Mittlerweile habe ich einige Brote im Bragus Dutch Oven gebacken und bin sehr zufrieden.

Vorteile des Bragus Dutch Oven Brotback-Topf

  • Praktische Deckelpfanne
  • Dutch Oven
  • ausreichend groß
  • nicht zu schwer
  • gute Hitzeleitfähigkeit
  • kostenlose Griffhandschuhe dabei

Nachteile

  • etwas aufwändiger zu pflegen, da auch außen Gusseisen (muss dann ggfs. mal wieder neu geölt und eingebrannt werden, wenn der Topf nicht mehr so schön ist und beginnt Flugrost anzusetzen)

Fazit

Ich finde den Bragus Dutch Oven super, vor allem wegen der Pfanne auf die das Brot gestürzt und gebacken werden kann. Der eigentliche Korpus wird der Deckel. Es passt genug rein, er sieht gut aus und ist stabil. Hitzebeständig ist er, wie bei reinen gusseisernen Töpfen so üblich. Die Ergebnisse meiner Brotbackversuche waren stets einwandfrei. Ein schöner Brotback-Topf.

Preis bei meinem Kauf: 50-90 €

Achtung: Den Bragus gibt es derzeit nicht. Aber es gibt sehr ähnliche gusseiserne Töpfe, ich denke das sollte wenig Unterschied machen. Ich habe mal eine Alternative verlinkt.

Ansehen bei Amazon*

Nicoone Silikon-Backmatte für Dutch Oven und Brotback-Töpfe

Weil es gar nicht so einfach ist einen Brotteig unfallfrei in den Brotback-Topf zu kriegen, habe ich damals diese zugeschnittene Silikon-Matte angeschafft.

Sie ist super geeignet für normal große Brote (bis 1.2kg kein Problem) um den Teig nach der Stückgare in den heißen Topf zu legen. So verbrennt man sich nicht und der Teig stürzt nicht ab oder bleibt am Rand hängen.

Ansehen bei Amazon*

Challenger Breadpan

längliche Profi-Brotback-Pfanne (Topf) | ca. 10kg | längliche Brote möglich

Die Challenger Breadpan* war immer meine Traum-Brotbackpfanne (Topf), weil man sowohl längliche, als auch runde Brote in ihr backen kann. Die Optik und das Handling sind perfekt. Die Umgebung für das Backen der Brote ist so konzipiert, dass jedes Brot genauso gebacken werden kann, wie in einem professionellen Brotbackofen einer Bäckerei. 

Mit knapp 10kg ist die Challenger Breadpan nicht gerade leicht. Das muss einem klar sein, wenn man damit arbeiten will. Das Heben der Breadpan in den Ofen ist nichts für Menschen die schwach auf der Brust sind oder Probleme mit dem Rücken haben. 

Das Stürzen des Brots in die Breadpan geht ganz einfach, weil die Pfanne der Boden und daher keine höhere Kante vorhanden ist. Mit extra Griffen oben am Deckel lässt sich dieser aus allen Lagen einfach anheben.

Wie andere reine gusseiserne Töpfe sollte die Challenger Breadpan gepflegt und ab und an mal mit etwas Öl eingebrannt werden. Dann beginnt auch nix zu rosten. Beim Kauf ist die Pan schon fertig eingebrannt. D.h. man kann sofort loslegen!

Problem mit der Challenger Breadpan ist nicht nur der Preis (derzeit ca. 270$ beim Hersteller in den USA + ggfs. Versand und Zoll), sondern auch, dass man sie oft nicht in Deutschland bekommt. Es gibt/gab sie auf Amazon. Am besten du schaust ob sie dort aktuell verfügbar ist.

Ist die Challenger Breadpan den Preis wert? Das habe ich einem extra Testbericht für dich aufbereitet. Kurzform: Für mich ist sie toller Luxus! Ich will sie nicht missen. Zwingend nötig ist sie nicht. Man kann auch mit den beiden Brotback-Töpfen siehe oben toll backen. Nur eben keine länglichen Brote.   

Alternativen zur Challenger Breadpan

Weil der Preis doch recht happig ist, suche ich immer mal wieder nach guten Alternativen für die Challenger Breadpan. Bisher habe ich keine wirklich gleichwertige gefunden. 2 weitere ovale Brotback-Töpfe mit Pfanne wären aber einmal der Stoneline (Amazon Link) oder einmal der Munroony (Amazon Link). Beide habe ich noch nicht testen können, bemühe mich aber aktuell Test-Töpfe zu bekommen und werde dann hier berichten.

Hier mal die Maße der Challenger Breadpan:

Außen (einschließlich Griffe)
Länge 39,2 cm
Breite 26,0 cm
Höhe 13,6 cm

Innen
Länge 31,0 cm
Breite 23,9 cm
Höhe 12,7 cm

Gewicht
Gesamt 9,9 kg
Deckel 5,7 kg
Boden 4,2 kg

Vorteile der Challenger Breadpan

  • Ergonomische Griffe
  • Groß
  • Längliche Brote möglich
  • schon voreingebrannt
  • tolle Brotbackergebnisse
  • schwer

Nachteile

  • teuer
  • schwer zu bekommen

Fazit

Ich liebe meine Challenger Breadpan und will sie nicht mehr missen. Aber ich kann verstehen, wenn der eine oder andere sagt, dass sie zu teuer ist oder so viel Geld für einen Brotback-Topf nicht angebracht wäre. Das muss jeder für sich entscheiden. Viele geben ganz viel Geld für Smartphones aus und behalten die dann 2 Jahre. Ich bin mir sicher, dass mich meine Challenger Breadpan überleben wird. Ausgezahlt hat sich für mich die Investition heute schon.

Preis bei meinem Kauf: ca. 270 €

Ansehen beim Händler*

Rezepte für Topfbrote

 

Leinsamenbrot

Sauerteigbrot mit geschroteten Leinsamen. Schön zu sehen, dass man mit einem Zusatz an Leinsamen ein sensationell-leckeres Brot backen kann.

Haferflocken-Brot Rezept: Mit und ohne Sauerteig

Ein Wunschbrot meiner Community umgesetzt mit oder ohne Sauerteig: Das Haferflocken-Brot. Lecker, haltbar und bodenständig gut!

Das Goldene Brot

Ein Sauerteigbrot, so luftig und lecker wie man es sich von einem italienischen Brot wünscht. Und die Farbe ist so golden wie der Herbst.

Die Maillard-Mühlenkruste

Ganz sicher kein Standard-Brot: Die Maillard-Mühlenkruste hat eine dicke, krosse Kruste und ist geschmacklich ganz besonders. Ein Highlight hier im Blog.

All-in-One Quarkbrot mit Dinkel

Mein Beitrag zum Weltbrottag 2022 ist ein reines Dinkelbrot mit Quark: Für Einsteiger ganz einfach zu backen und ganz einfach richtig lecker.

All-in-One Joghurt-Brot

Du suchst ein Brot, dass schnell geht und unglaublich lecker schmeckt? Mein Joghurt Brot mit Hefe gebacken ist so ein Brot.

FAQ zu Brotback-Töpfen

Was kostet ein guter Brotback-Topf?

Einen richtig guten Brotback-Topf kriegt man ab ca. 50€. Meine Empfehlung liegt im Bereich 70-75€, wenn man nicht auf die Luxus-Variante für ca. 270€ setzen möchte.

Wie groß sollte ein Brotback-Topf sein?

Ein Brotback-Topf sollte mind. 24cm Durchmesser haben. Ab 4.5L ist der Brotback-Topf groß genug um haushaltsübliche Brotgrößen zu fassen.

Muss ein Brotback-Topf aus Gusseisen sein?

Muss nicht, aber Gusseisen hat schlichtweg die besten Eigenschaften wenn es um Hitzespeicherung angeht. Ich würde immer Gusseisen verwenden.

Muss der Topf heiß sein, wenn Brot darin gebacken werden soll?

Ja definitiv. Der Brotback-Topf sollte ca. 45min bei ca. 250 Grad aufgeheizt werden, bevor der Teigling mit dem Topf zusammen in den Ofen kommt. Nach ca. 20min wird der Deckel abgenommen und weiter ausgebacken.

Bei welcher Temperatur sollte ein Topfbrot gebacken werden?

Ich backe meine Brote bei ca. 250 Grad mit Deckel und schalte dann meist auf 200 Grad herunter.

Wie groß sollte der Brotback-Topf sein für 1kg Brot?

Für 1kg Brot würde ich immer mind. 24cm Durchmesser und ab 4L empfehlen.

Welche Größe sollte ein Dutch Oven für 1kg Brot haben?

Auch ein Dutch Oven sollte einen Bodendurchmesser von mind. 22cm haben und idealerweise ein Fassungsvermögen zwischen 3.5 und 4.5 L.