The Challenger Breadpan – Meine Erfahrungen

Gestern wurde mein neuer Brot-Topf bzw. meine neue Brot-Pfanne geliefert. Und zwar die sagenumwobene „Challenger Breadpan“ aus dem Hause Challenger Breadware. Immer wieder lese ich Empfehlungen und Lobeshymnen zur Breadpan, so dass ich einfach nicht widerstehen konnte mir auch eine zu besorgen. Ob sie ihr Geld wert ist (sie ist zugegebenermaßen nicht günstig), ob sie wirklich so gut ist und ob sie meinem bisherigen Brot-Topf gegenüber überlegen ist, dass will ich dir hier berichten.   

Gleich vorweg: Mir wurde die Pfanne nicht gesponsort. Das heißt, ich musste sie schon bezahlen und berichte daher auch ganz unvoreingenommen. Allerdings verlinke ich über diese Seite mit Partner-Links. Das bedeutet: Wenn ich von der Pfanne überzeugt berichte (was ich zum Zeitpunkt dieser Zeilen noch gar nicht weiß), dich durch meinen Bericht ebenso davon überzeuge und du klickst auf meine Links und bestellst dann die Pan, erhalte ich eine kleine Provision. Insofern das für dich problematisch ist, kannst du einfach über Google auf die Site von Challenger Breadware navigieren.

Was ist die Challenger Breadpan?

Die Challenger Breadpan ist eine speziell für das Brotbacken entwickelte Brotback-Pfanne, die im Heimbereich ein perfektes Backen ermöglichen soll. Durch die Form und Größe soll die Backumgebung für den Teigling so ideal sein, dass das Brot im Ofen schlicht besser aufgeht und am Ende ein besseres Backergebnis garantieren. Dabei ist die Pfanne so gebaut, dass sie quasi einem umgedrehten Topf gleicht.

Die flache Seite ist unten, so dass man einfach den Teigling in die Pfanne stürzen kann, ohne ein Backpapier verwenden zu müssen. Der Deckel ist folglich bauchig geformt, damit das Brot Platz findet. Das coole: Durch die Größe lassen sich auch kleine Baguettes in der Pan backen.

Die Challenger Breadpan ist an der Unterseite flach und der Deckel bauchig. So lassen sich Brote einfacher in die Pfanne geben.

Maße und Gewicht der Challenger Breadpan?

Außen (einschließlich Griffe)
Länge 39,2 cm
Breite 26,0 cm
Höhe 13,6 cm

Innen
Länge 31,0 cm
Breite 23,9 cm
Höhe 12,7 cm

Gewicht
Gesamt 9,9 kg
Deckel 5,7 kg
Boden 4,2 kg

Werkstoffe
Die Pfanne ist aus Gusseisen mit folgenden Anteilen anderer Metalle hergestellt: Kohlenstoff 2,5-4,2, Silizium 1,0-3,0, Mangan 0,15-1,0, Schwefel 0,02-0,25, Phosphor 0,02-1,0.

Passt die Challenger Breadpan in einen Ofen?

Die Challenger Breadpan passt ohne Probleme in einen handelsüblichen Ofen. Sowohl die Breite, als auch die Höhe machen hier keine Probleme. Das Gewicht ist nicht ohne. Wer sehr schwach auf der Brust ist oder Probleme beim Heben schwerer Dinge hat, der sollte sich bewusst sein, dass die Pfanne inkl. Brot auf > 10kg kommt. Für mich persönlich ist das kein Problem. Andere gußeiserne Brot-Töpfe sind auch nicht viel leichter.

Was verspricht der Hersteller „Challenger Breadware“?

Jim Challenger und seine Frau Lisa sind die Personen, die hinter der Challenger Breadpan stehen. Sie haben mir freundlicherweise ein paar Bilder aus ihrer Backstube zukommen lassen. Generell kann ich sagen, dass der Kontakt zu Jim äußerst einfach, freundlich und unkompliziert war.

Aussagen auf der Website des Herstellers aufgegriffen

BAKE BETTER BREAD EVERY TIME WITH THE CHALLENGER BREAD PAN
You spend hours making dough—don’t leave that last step to chance. The Challenger bread pan gives you the right amount of heat and steam to help you bake the perfect loaf, each and every time. The Challenger Bread Pan is a revolutionary cast iron bread pan designed and crafted to bake boules, bâtards, baguettes, and other baker’s favorites.

Der Hersteller verspricht eine perfekte Umgebung für das Brotbacken. Sie soll dem Brot während des Backvorgangs die ideale Menge Dampf und Hitze ermöglichen. Er beschreibt die Pfanne als „revolutionär“ und für verschiedene Brotarten geeignet: Boules, Batards, Baguettes und andere.

BRING ON THE HEAT
The Challenger’s thick, black cast iron delivers powerful radiant heat to the bottom and the top of your dough. Our pan’s design—shaped like a loaf of bread—ensures your dough gets the heat it needs right where it needs it. Learn more.

Die dicke Hülle der Pan soll die richtige Strahlungswärme ermöglichen. Und zwar deshalb besser als andere Brot-Töpfe, weil die Pfanne auch die gleiche Form hat, wie Brote normalerweise geformt sind. Somit entsteht gleichmäßige Hitze an der Unterseite und Oberseite gleichermaßen.

THE PERFECT AMOUNT OF STEAM
The Challenger forms a tight seal between the cover and the base, trapping the perfect amount of steam you need for bread with crackling crust, rich colors, open scores, and full volume—each and every time. See the pan.

Der Pfannendeckel und die Unterseite sollen so abgeschlossen sein, dass kein Dampf entweichen und sich somit auch gleichzeitig die richtige Menge Dampf entwickeln kann. Es muss nicht separat geschwadet werden, so wie es bei anderen Brot-Töpfen ebenso unnötig ist.

Preis und wo du die Challenger Breadpan bestellen kannst

Die Challenger Breadpan kann man auf der Homepage des Hersteller Challenger Breadware bestellen. Der Preis liegt aktuell bei 295 $. Dazu kommen ca. 40$ für den Versand. Dazu kommt normalerweise noch Zoll, hierzu habe ich bisher keinen Bescheid. Man erhält also einen Brotback-Topf zum Preis eines günstigen Ofens. Ob die Pfanne das Geld wert ist, erfährst du später.

Der Versand selbst erfolgt relativ zügig. Ich hatte die Breadpan innerhalb 2 Wochen in den Händen, musste aber noch das eine oder andere zolltechnisch klären, weil ich als Unternehmer und nicht als Privatperson bestellt habe.

Kann ich die Challenger Breadpan auch in Deutschland bestellen? 

Nein, das ist zum heutigen Tag leider nicht möglich.

Unboxing der Challenger Breadpan

Wie geschrieben, wurde die Breadpan relativ schnell aus den USA zum mir geliefert. Die Verpackung bestand aus einem einfach Karton, die Pfanne selber war in einem Plastikbeutel eingepackt. In der Pfanne befand sich eine Karte mit Infos, die man auch verwenden können soll um Brotteige in den Ofen zu schieben. Das würde ich jetzt nicht machen, weil die Karte aus Pappe ist, auch wenn ich die Idee ganz nett finde. 

Leider fehlten Informationen über die Handhabung der Pan komplett. Nur der Hinweis auf die Internetseite war vorhanden. Dort musste ich ein wenig suchen, wurde aber im Footer fündig. Dort findet sich ein Link zu Care & Use. Für mich stellte sich folgende Fragen:

Muss ich die Challenger Breadpan vorher einbrennen?

Nein, sie komplett komplett geölt und eingebrannt und kann direkt verwendet werden. Das finde ich super. 

Muss ich die Pan noch säubern vor dem ersten Benutzen?

Nur ein wenig mit einem fusselfreien Tuch feucht auswischen. Fertig. Auch das finde ich äußerst unkompliziert.

Wie muss ich die Challenger Breadpan pflegen?

Eigentlich gar nicht. Aber wenn man die schwarze Farbe erhalten möchte, sollte man sie regelmäßig mit einem guten Öl leicht einreiben und in einem heißen, aber ausgeschalteten Ofen, neu einbrennen lassen. Der Hersteller empfiehlt das nach jedem Backen. Ich werde es aber mal mit etwas weniger Aufwand versuchen. 

Muss die Challenger Breadpan gereinigt werden?

Auch das ist eigentlich nicht nötig. Wenn doch mal was anbrennen sollte, was eher selten der Fall sein dürfte, dann mit einem Plastikschaber abkratzen und dann neu mit Öl einbrennen. Die Pan muss/darf nicht in die Spülmaschine.

Man sieht: Das Unboxing war recht schnell geschehen und unkompliziert. Nur die Informationen direkt am Produkt zur Handhabung hätte man gerne in ausgedruckter Form dazulegen können.

Testbrote mit der Challenger-Breadpan

Nun kommen wir dazu, was dich vermutlich am meisten interessieren dürfte. Wie backt es sich denn eigentlich in der Challenger Breadpan und wie sind meine ersten Erfahrungen damit?

Das Brot #1: Hohe Hydration

Ich habe ein wirklich sehr einfaches Brot gebacken. Das Rezept beinhaltet:

  • 400g Weizenmehl Typ 550
  • 100g Lievito Madre TA 200
  • 12g Salz
  • 300g Wasser
  • 5g Hefe
  • 1TL Schabzigerklee

Das Rezept verlinke ich demnächst direkt hier.

Der Brotteig hat eine Autolyse durchlaufen, 2 Stunden Stockgare mit 3x Dehnen und Falten und noch eine 3/4 Stunde Stückgare. Gebacken wurde bei 250° für 20min, dann 25min bei 200° und nochmal bei 230° und geöffneter Tür für weitere 10min. Also insgesamt 55min.

Das Brot #1: Ergebnis

Das Brot ist wunderbar aufgegangen. Dadurch, dass die Pfanne außen um das Brot etwas Luft hat, kann es sich auch etwas mehr nach außen ausdehnen. Das hat aber dem Auftrieb nicht geschadet. Im Gegenteil: Zum Auftrieb kam auch noch ein schöner Seitentrieb, der das Brot generell voluminös gemacht hat. Die Kruste ist wunderbar krachend, die Krume ist sehr schön wattig. Der Geschmack ist super, soll aber hier in diesem Test weniger die Rolle spielen.

Das Brot #2: Normale Hydration

Gleiches Rezept wie in Brot #1, nur 100g mehr Mehl und 2g mehr Salz. Der Rest ist identisch geblieben. Ich wollte 2 verschiedene Mengen Wasser teste, weil ich wissen wollte, ob die Challenger Breadpan sich bei unterschiedlichen Hydrationen auch unterschiedlich verhält. 

  • 500g Weizenmehl Typ 550
  • 100g Lievito Madre TA 200
  • 14g Salz
  • 300g Wasser
  • 5g Hefe
  • 1TL Schabzigerklee

Das Rezept verlinke ich ebenso demnächst direkt hier.

Der Brotteig hat auch hier eine Autolyse durchlaufen, 2 Stunden Stockgare mit 3x Dehnen und Falten und noch eine 3/4 Stunde Stückgare. Gebacken wurde bei 250° für 20min, dann 25min bei 200° und nochmal 10min bei 220° (etwas weniger als bei Brot #1) und geöffneter Tür für weitere 10min. Also insgesamt 55min.

Das Brot #2: Ergebnis

Auch das Brot mit etwas weniger Hydration ist einwandfrei aufgegangen. Die Krume ist genauso weich, wie die der anderen Version. Tatsächlich sieht es etwas anders aus, erstaunlich, wie weniger Wasser die Optik eines Brotes beeinflussen kann. Zumindest hat es eine andere Bräunung. Der gröbere Ausbund sollte damit zusammenhängen, dass man nie 100% gleich wirken kann. Ich habe mich bemüht, aber ein Brot zu Hause zu backen und nicht in der Fabrik ergibt am Ende eben immer leichte Unterschiede im Brot. Aber so soll es ja auch sein. 

Vergleich Challenger Breadpan gegen einen normalen gußeisernen Topf

Zum Vergleich habe ich das gleiche Brot (das mit der höheren Hydration) auch in meinem bisherigen Brottopf gebacken. Ich habe erwartet, dass es keinen großen Unterschied macht, ob ich das Brot in der Challenger Breadpan oder in meinem normalen gußeisernen Topf backe. Ich habe versucht auch die Zeit und Verarbeitung des Teigs exakt gleich zu lassen. Das ist mir soweit gut gelungen. Hier das Ergebnis:

Das Brot in meinem bisherigen Brottopf:

Wie du siehst, ist auch das Brot aus meinem Brottopf gut aufgegangen. Es hat einen schönen Ofentrieb entwickelt. Was mir aber direkt aufgefallen ist: Das Brot ist weniger in die Breite gegangen. Wie auch…die Breadpan hat viel mehr Fläche als mein 24cm Durchmesser Topf. Dadurch stößt das Brot an logische Grenzen und wächst nur noch nach oben. Das ist aber sehr gelungen. Der Auftrieb passt.

Heißt also: Das Gesamtvolumen ist in der Breadpan größer geworden. In der Folge ist es auch ein wenig luftiger und wattiger geworden. Optisch gar kein riesiger Unterschied. Der Unterschied kommt erst im Details ans Tageslicht. Durchaus möglich, dass dieser Vorteil durch einen größeren normalen Brottopf ausgeglichen werden könnte. Das kann ich leider nicht testen.

 

 

Krume und Kruste

Wie bereits geschrieben, ist die Krume in der Brottopf-Variante nicht ganz so schön weich und wattig wie aus der Breadpan. Das liegt in meinen Augen sowohl am größeren Volumen, als auch an einer optimaleren Backumgebung in der Challenger. Zumindest kann ich mir den Unterschied so erklären. 

Die Kruste ist beim Brot aus dem Topf in Ordnung. Aber kein Vergleich zur Kruste aus der Breadpan. Ich habe selten eine schönere Kruste gegessen. Stark krachen, splittrig, wie man sich die Kruste eines frischen Weißbrotes wünscht. Bei der Brottopf-Variante ist das nicht ganz so gut gelungen. Sehr zufriedenstellend ja, aber gleiche Klasse? Nein. Ich kann hier nur Vermutungen anstellen. Aber ich schätze, die Dicke der Pan (das Teil wiegt ja auch 10kg) speichert die Hitze vermutlich besser und gibt sie gleichmäßiger ab. So könnte der Unterschied nachvollziehbar sein.

Fazit des Vergleichs

Ein wirklich endgültiges Fazit, ob die Breadpan meinem Topf überlegen ist, lasse ich noch offen. Ich würde gerne noch weiter backen und testen. Der erste Test hat aber die Challenger gewonnen. Es ist kein Unterschied wie Tag und Nacht. Aber ich würde sagen 10-20% besser empfinde ich das Ergebnis schon. Es wäre auch schade, wenn die Bemühungen von Jim Challenger ein spezielles Produkt für Homebaking zu erstellen, überhaupt keinen Unterschied ausmachen würde.

Handhabung der Breadpan

Ich konnte meinen Teig nach der Stückgare richtig easy in die Pfanne stürzen. Bei meinem alten Topf musste ich immer ein Stück Backpapier nehmen und zuschneiden und den Teigling damit in den Topf heben. Dieser Vorteil ist ganz klar vorhanden. 

Die Pfanne konnte ich problemlos in den Ofen stellen und auch wieder herausnehmen. Der Deckel ließ sich dank der extra Griffe am Deckel super von der Pfanne nehmen.

Die Backzeit

Ich kann wenig Unterschied zu meinem bisherigen gußeisernen Topf feststellen. Die Backzeit ist soweit gleich geblieben.

Alternative zur Challenger Breadpan

Jetzt nachdem ich die ersten Erfahrungen mit der Challenger Breadpan machen konnte, habe ich den direkten Vergleich zu meinem bisherigen gußeisernen Topf. Mal unabhängig davon, ob ich überzeugt bin von der Challenger Breadpan oder nicht (das liest du im abschließenden Fazit), gibt es sicher den einen oder anderen unter euch, für den es nicht in Frage kommt, diese Premium-Brotback-Pfanne zu kaufen. Weil es vielleicht nicht günstig ist oder weil man vielleicht nicht 100% überzeugt ist zwecks der Vorteile. Dann kommt die Frage auf, ob es eine Alternative zur Challenger Breadpan gibt?

Ich kann sagen, dass ich keine Alternative gefunden habe, die das gleiche bietet. Natürlich habe auch ich geschaut, ob es nicht was Vergleichbares zu einem günstigeren Preis hierzulande zu erwerben gibt. Es gibt schlichtweg kaum oder keine Brotback-Pfannen mit flacher Unterseite, richtigem Volumen, sinnvollen Griffen, etc. Die Challenger Breadpan hat schon Herausstellungsmerkmale, die man woanders derzeit vergeblich sucht.

Solltest du über eine mögliche Alternative stolpern, würde ich mich freuen, wenn du mir eine Nachricht schickst. Dieser Artikel ist ja nicht in Stein gemeißelt.

Empfehlung für einen guten Brotback-Topf aus Gußeisen

Wenn du einen guten gußeisernen Topf suchst um Brot zu backen, dann kann ich dir den ProCook empfehlen (Amazon Link). Er hat eine gute Größe, ist pflegeleicht, sieht gut aus und preislich attraktiv. Ich habe lange und viel damit gebacken und werde es auch sicher weiter tun, auch wenn ich nun die Breadpan im Haus habe und sicher viel damit backen werde. Die Größe ist mit 24cm und 4.7l Fassungsvermögen im Durchmesser ausreichend für hausübliche Brotgrößen. Der Preis liegt aktuell unter 80€.

Er hat nicht alle Features der Breadpan, ist aber für Einsteiger und Amateur-Bäcker ein gutes Utensil.

Von einer Leserin habe ich den Tipp mit einem Feuertopf erhalten, der ebenfalls eine Pfanne und einen ausgebauchten Deckel hat. Ich habe keine Erfahrung damit, es könnte aber einen Blick wert sein (Amazon Link).

Wie gut ist die Challenger Breadpan – Ein Fazit

Nachdem ich nun die ersten Brote mit der Challenger Breadpan gebacken habe, habe ich für mich ein Fazit gefunden: Die Breadpan ist toll, wirklich richtig toll. Sie bietet alles, was man sich wünscht, wenn man zu Hause semi-professionell Brote backen möchte. Ein gutes Design, perfekte Handhabung, ideale Rahmenbedingungen für den Backprozess und einfach gute Ergebnisse der Backerzeugnisse.

Heißt für mich: Ich werde die Breadpan weiter nutzen (und nicht zurückschicken 😉 ). 

Zu einem objektiven Fazit gehört aber auch immer die Abwägung, ob ich ohne die Breadpan von Jim Challenger leben könnte: Ja, auch das könnte ich. Ich weiß, dass die Pfanne mir das Brotbacken erleichtern wird, so dass ich sie nicht mehr missen möchte. Aber ich weiß auch, dass ich vermutlich ähnlich gute Brote auch ohne die Breadpan erzeugen könnte. Ich habe auch vor der Breadpan tolle Brote gebacken. Frei geschoben oder in meinem bisherigen Guß-Topf. 

Daher sage ich hier offen und ehrlich: Du wirst durch die Challenger Breadpan kein Brotback-Profi. Du wirst auch Schwächen im Backprozess nicht gänzlich ausbügeln können. Es wird dir trotzdem noch passieren, dass mal ein Brot nicht aufgeht, weil es vielleicht zu lange Gare hatte oder einfach das Teiggerüst nicht gut genug ausgebildet war. 

Aber wenn…

  • du auf der Suche bist nach einem gußeisernen Topf für Brote
  • du genervt bist von hohen Töpfen, in die du Teiglinge schwer reinbringst
  • du das ideale Brotback-Werkzeug für deine Brote suchst
  • du noch etwas mehr aus deinen Broten herausholen möchtest
  • es dir egal ist, dass die Pan etwas teurer ist
  • du vielleicht einfach mehr Spaß am Brotbacken haben willst

…dann ist die Challenger Breadpan für dich vermutlich genau richtig! Hier kannst du sie kaufen.

Brote gebacken mit der Challenger Breadpan

Gelbes 48 Stunden-Brot mit doppelt gemahlenem Hartweizen

Ein sauleckeres Brot aus Gelbweizen und doppelt gemahlenem Hartweizen Semola - 48 Stunden gereift im Kühlschrank.

100% Dinkelbrot in 3 Varianten

Leckeres & gesundes 100% Dinkelbrot in 3 Varianten: Entweder mit Hefewasser getrieben oder mit verschiedenen Sauerteigführungen

Spätsommer-Krustenbrot

Ein hocharomatisches Brot für jede Jahreszeit, auch wenn es im Spätsommer gebacken wurde. Ein Kamut-Krustenbrot mit 2-stufigem Biersauerteig.

Bayerisches Hausbrot

Eine leicht hellere Variante eines klassischen Bayerischen Hausbrotes. Das ideale Brot für deine zünftige Brotzeit.

Alpenbrot mit Tannheimer Kräutersalz

Aroma-Bombe und ideales Brot für Camping in den Bergen: Das Alpenbrot mit Tannheimer Kräutersalz

Weizen-Roggen-Mischbrot mit roten Linsen

Dieses gesunde Weizen-Roggen-Mischbrot hat durch die Beigabe von einem Teil roter Linsen und durch ein Altbrot-Quellstück eine sensationelle Frischehaltung.

Weizenkeimling-Krustenbrot

Wunderbar aromatische französische Weizenkeimlinge in einem krachenden Krustenbrot. Mehr Brotgenuss geht eigentlich kaum.

Bayerisches Kamut Zwillingsbrot mit Weißbier und süßem Senf

Gleich 2x wartet eine ganz besondere Brot-Kombination auf dich. Mit Altvater Weißbier-Bock und einem Hauch süßem Senf und einer großen Menge Infinity-Teig.

Weizen-Brot mit einfachem Teig und kalter Gare im Kühlschrank

Ein mildes, helles Brot mit Standard Weizen-Mehlen und langer Gare im Kühlschrank. Schmeckt toll ganz frisch aufgeschnitten oder auch am nächsten Tag getoastet.

Interview mit Jim Challenger

Rene: Hallo Jim, danke, dass du meinen Lesern auf brooot.de für ein Interview zur Verfügung stehst. Ich weiß das wirklich zu schätzen.

Auf dieser Seite zeige ich meinen Lesern eine Vorstellung und einen Test deines speziellen Brotback-Topfs (bzw. Pfanne), der Challenger-Breadpan. Kannst du uns einen Überblick über dein Unternehmen, über das Team dahinter und darüber geben, wie du angefangen hast, mit Brot zu arbeiten?

Jim: Ich habe Anfang 2018 mit dem Entwurf der Challenger-Brotbackform begonnen, weil ich mehr als frustriert war von all den Hacks, die ich ausprobieren musste, um großartiges Brot in einem heimischen Ofen zu backen. Ich habe das Unternehmen am 1. August 2019 gegründet. Wir haben ein wachsendes Team, und wir versuchen, so viel wie möglich auszulagern. Unser Ziel ist es, immer ein virtuelles Unternehmen zu sein, in dem wir alle von zu Hause aus arbeiten und online und mit Videoanrufen kommunizieren können.

Ich persönlich bin durch das Kochen für meine Familie und vor allem für die Freunde all unserer Kinder zum Brot gekommen – wir haben 5. Wir haben angefangen, viele Pizza-Partys zu feiern, denn wer liebt keine Pizza? Ich wollte bessere Pizza machen, und für mich dreht sich bei Pizza alles um die Kruste. Ich dachte mir, der beste Weg, dies zu erreichen, wäre zu lernen, Brot zu backen.

Ich habe ein paar Monate lang Brot mit Backhefe gebacken, und dann entdeckte ich Sauerteig. Ich liebe Sauerteig, weil er eine Mischung aus Wissenschaft und Kunst ist. Es ist jetzt etwa 4 Jahre her, und es gibt noch so viel zu lernen. Ich liebe ihn, und ich weiß, dass es in 20 Jahren noch viel mehr zu lernen geben wird.

René: Die Challenger-Breadpan ist vielen Menschen ein Begriff für die Herstellung von tollem Brot, und überall auf der Welt spricht man darüber. Wie habt ihr das erreicht, und kannst du mit wenigen Worten erklären, was deine Pfanne als Brotbackwerkzeug so perfekt macht?

Jim: Die Challenger-Breadpan war wirklich meine Art, der Bäckergemeinschaft etwas zurückzugeben, die ich auf Instagram fand, als ich anfing. Ich freundete mich mit Bäckern in Ländern auf der ganzen Welt an, und sie waren so freundlich, unterstützend und hilfreich für mich, als ich mehr über das Brotbacken lernte. Als ich anfing, sagte mir jeder, mit dem ich sprach, dass ich mich, um ein Geschäft aufzubauen, zunächst nur auf die USA konzentrieren sollte. Ich konnte es einfach nicht, weil ich nicht alle meine Freunde in anderen Ländern im Stich lassen konnte, von denen ich wusste, dass sie mit der Pfanne, die ich vom ersten Tag an zum Brotbacken entworfen hatte, besseres Brot backen konnten.

Ich werde immer hart daran arbeiten, ein weltweit tätiges Unternehmen zu sein, und wir arbeiten gerade daran, unsere Website in andere Sprachen zu übersetzen und es den Bäckern zu ermöglichen, unsere Produkte in ihrer Landeswährung zu kaufen und die Zölle und Gebühren im Voraus zu bezahlen.

René: Seit ich deine Pan benutze, habe ich das Gefühl, dass meine Brotlaibe mehr Volumen bekommen als vorher. Woher kommt dieser Effekt?

Jim: Der Grund dafür, dass du mehr Volumen als zuvor erhältst, liegt darin, dass Gusseisen, insbesondere schwarzes Gusseisen, das perfekte Material ist, um Wärme in einem heimischen Ofen zu speichern und abzugeben. Und das ist es, was dem Teig das größte Potenzial für das beste Volumen verleiht. Deshalb werden in professionellen Etagenöfen dicke Steine verwendet, die die Wärme auch dann gut speichern und abstrahlen, wenn viele Teigbrote auf sie gelegt werden.

René: Es gibt viele andere gusseiserne Brotbacktöpfe auf dem Markt. Was macht deine Pan herausragend?

Jim: Der Hauptgrund dafür, dass die Challenger-Brotpfanne ein so perfektes Werkzeug zum Brotbacken ist, liegt darin, dass sie zum Brotbacken entwickelt wurde. Aus wissenschaftlicher Sicht benötigt Brot eine starke Strahlungswärme und die richtige Menge an Dampf, damit es gut aufgehen und die perfekte knusprige, karamellisierte Kruste erhalten kann. Aus diesem Grund haben wir es aus dickem, schwarzem Gusseisen gebaut und eine perfekte Abdichtung zwischen Boden und Deckel geschaffen (um den vom Teig kommenden Dampf zurückzuhalten).

Unter dem Gesichtspunkt der Benutzerfreundlichkeit haben wir den Boden flach gestaltet, damit der Teig leicht geladen und eingekerbt werden kann, und wir haben den Deckel tief gestaltet, damit der Teig viel Platz zum Ausdehnen hat. Wir haben auch viel Zeit für die Gestaltung der Griffe aufgewendet, damit sie sicher und leicht in den Ofen hinein- und herausgenommen werden können. Dies gilt insbesondere für die Griffe des Deckels, da der Deckel während des Backvorgangs entfernt werden muss.

René: Ist deine Pfanne für jeden geeignet? Oder nur für Profis oder Bäcker zu Hause?

Jim: Ich hatte mir wirklich vorgenommen, diese Pfanne für alle Brotbäcker zu entwerfen, und ich bin sehr zufrieden damit, wie sie geworden ist. Ich hätte diese Pfanne am liebsten benutzt, als ich anfing, nur am Wochenende Brot zu backen. Man kann Brot mit vielen verschiedenen Werkzeugen backen, aber sie haben häufig Nachteile, und haben mich frustriert, als ich damit anfing. Ursprünglich benutzte ich eine kleine, runde, abgedeckte Gusseisenform, aber ich wollte Bâtards backen, weil sie mehr und bessere Scheiben für Sandwiches ergeben.

Dann wechselte ich zu einem tiefen Dutch Oven, den ich bereits in meiner Küche hatte. Diese Pfanne war noch schwieriger zu benutzen, als ich noch ein Anfänger war. Meine Teige waren nicht so gut wie jetzt, und ich hatte nicht die Erfahrung, um meinen Teig leicht in einen tiefen Topf zu bekommen, ohne ihn zu entgasen oder mir die Hände zu verbrennen.

Ich wechselte dann zu einem Pizzastein/Stahl, weil ich jede beliebige Form herstellen konnte. Das Problem mit dieser Methode ist, dass Brot Dampf braucht, und Öfen für den Haushalt sind so konstruiert, dass Dampf entweichen kann. Ich hatte zwei verschiedene Pfannen im Boden meines Ofens, um zu versuchen, meinem Teig die richtige Menge Dampf zu geben. Wegen des Dampfes, den ich zu erzeugen versuchte, ging mein Ofen zweimal kaputt. Diese Pfanne löst alle Probleme, die ich als Bäckeranfänger hatte, und ich freue mich jedes Mal darüber, wenn ich sie benutze.

René: Was würdest du sagen, sind die 3 besten Tipps, die du meinen Lesern mit auf den Weg geben könntest, um fantastisches Brot zu backen?

Jim: Der erste Tipp muss sein, eine Challenger-Breadpan zu kaufen 😉, aus all den Gründen, die ich in der letzten Frage genannt habe. Der zweite Tipp ist, mit einem Teig zu beginnen, in dem nicht viel Wasser enthalten ist. So viele der Anfängerrezepte, die ich sehe, haben so viel Wasser, was es für den Teig und den Bäcker viel schwieriger macht. Ich habe mein Rezept Keep it Simple Sourdough für Anfänger entwickelt. Mein dritter Tipp: Mache immer wieder den gleichen Teig, bis du mit dem Brot, das du backst, wirklich zufrieden bist. Es macht Spaß, neue Rezepte auszuprobieren, aber es kann auch frustrierend sein, bis man ein wenig mehr über Teig und Gärung versteht.

René: Du lebst in den USA. Wir in Deutschland sind stolz auf unsere Brotkultur, die eine langjährige Geschichte und viele Generationen von Bäckern hat. Wie ist die „Brot-Situation“ in deinem Land?

Jim: Das ist wirklich eine peinliche Frage. Wir haben in den USA keine Brotkultur, die es schon seit Generationen gibt. Wir beginnen, hier eine Brotkultur zu entwickeln, weil das handwerklich hergestellte Brot auf dem Vormarsch ist und weil das Verständnis dafür wächst, wie gut und wie gesund Brot wirklich für alle ist. Ich hoffe, dass die Challenger-Breadpan immer mehr Menschen auf die Idee bringt, zu Hause Brot für ihre Familien und Freunde zu backen.

René: Gibt es ein Brot, das du am meisten liebst? Hast du ein Lieblingsrezept?

Jim: Ich liebe alles, was mit Brot zu tun hat, Rene. Ich trage ein T-Shirt, auf dem „I Love Gluten“ steht, weil es hier in den USA viel „Gluten-Scham“ gibt. Ich mache mein Keep It Simple-Sauerteigrezept jeden Tag, weil ich noch so viel lerne. Ich habe immer noch den Verstand des Anfängers, wenn es darum geht, dieses Handwerk zu erlernen, und ich habe es einfach nicht eilig, viele verschiedene Brote auszuprobieren, bis ich die Gärung besser verstehe.

An drei Tagen in der Woche stelle ich nach diesem Rezept eine große Charge von 16 Broten her, und meine Frau und ich verpacken diese Laibe und geben sie Familien in unserer Gemeinde. Beim Brotbacken und vor allem beim Teilen von Brot geht es um Liebe – Liebe zum Brot und Liebe zu unserer Gemeinschaft.

Jim, danke, dass du dir Zeit für mein Interview genommen hast.