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Haselnüsse, angeröstet und im Brot verbacken, sind ein aromatischer Knaller. Wer keine Nuss-Allergie hat und auch mal was zu beißen sucht, der kommt hier voll auf seine Kosten. Mein Rezept für ein Hefebrot mit jeder Menge Haselnüssen.
Schwierigkeit: Anfänger Direkt zum RezeptLeider habe ich wichtige Personen in meinem Haushalt, die eine leichte Haselnuss-Allergie haben. Daher gab es bisher in meinem Blog kein Rezept für Brote mit Haselnüssen. Überraschenderweise verträgt diese Person aber komischerweise das Brot trotzdem, obwohl pur gegessene Haselnüsse ein Problem darstellen. Liegt es am Anrösten? Am Einweichen? Am Backen? Ich weiß es nicht. Wer sich da auskennt, meldet sich gerne bei mir. Bis dahin ist dieses Rezept für alle super, die nussige Brote lieben. Ich brauche bei solch einem Brot überhaupt keinen Aufstrich oder Belag, wenn es frisch gebacken wurde. Aromatisch ist es der Knaller und auch der Rest der Krume ist soft und passt wunderbar zu allen essenstechnischen Anliegen: Frühstück, Mittagessen, Abendessen oder zwischendurch. Lass dir das nicht entgehen! :)
Sollten die Nüsse geschält sein?
Das muss nicht sein, schmeckt aber besser. Wenn du keine geschälten Nüsse kaufen kannst, dann kannst du auf Haselnüsse mit Schale verwenden und diese vorher enthäuten. Haselnüsse lassen sich am einfachsten enthäuten, indem sie kurz im Backofen (180–200 °C, 5–10 Min.) oder in einer Pfanne geröstet werden, bis die Haut aufplatzt. Anschließend die heißen Nüsse in einem Küchentuch kräftig gegeneinander reiben, wodurch sich die Schale ablöst (Beispielvideo hier: Haselnüsse enthäuten). Alternativ hilft angeblich Blanchieren in Wasser mit Natron, das habe ich aber nicht ausprobiert.
Warum muss ich die Haselnüsse anrösten?
Rösten bringt erst das volle Aroma heraus. Roh schmeckt das Brot deutlich flacher.
Wie stark darf ich die Haselnüsse rösten?
Klassischer Fehler: zu dunkel. Dann werden sie bitter. Ziel ist goldbraun mit nussigem Duft.
Warum werden die Haselnüsse eingeweicht (Quellstück)?
Damit sie dem Teig später kein Wasser klauen. Ohne Quellstück wird die Krume trockener und das Brot wird schneller altern.
Muss ich das Einweichwasser wirklich wegschütten?
Nicht unbedingt, du kannst es auch als Schüttwasser-Anteil im Hauptteig verwenden.
Kann ich die Haselnüsse auch ganz lassen statt hacken?
Geht, aber die Krume wird grober, und die Nüsse verteilen sich nicht so gut in der Krume. Meine Versuche mit gehackten Haselnüssen waren immer besser.
Warum ist so wenig Hefe im Vorteig, reicht das wirklich?
Ja, die lange Reife ersetzt die Hefemenge (Hefen vermehren sich). Der Vorteig sorgt vor allem für Aroma, aber auch für die Volumenzunahme.
Warum kommt der Vorteig in den Kühlschrank?
Um die Fermentation zu verlangsamen (Hauptteig wird dann etwas kühler) und planbarer zu machen, habe ich den Vorteig kurz zwischengeparkt. Ist aber nicht zwangsweise nötig.
Warum werden Salz und Nüsse erst später eingeknetet?
Salz bremst am Anfang die Glutenentwicklung und Nüsse würden beim intensiven Kneten das Glutennetz beschädigen.
Wie verhindere ich, dass die Nüsse beim Kneten alles zerreißen?
Schonend und spät einkneten, eher unterheben als aggressiv kneten.
Wie lagere ich so ein Haselnussbrot am besten?
Durch die Nüsse bleibt es länger frisch. Am besten lagerst du es auf der Schnittkante auf einem Brett.
Kann ich andere Nüsse verwenden?
Ja, aber Wasseraufnahme und Geschmack verändern sich, Walnüsse sind etwa oft bitterer und fettreicher.
Welche Mehle habe ich für das Haselnussbrot verwendet?
Ich habe Mehle meiner Hausmühle verwendet, also Standardmehle:
Weizenmehl Typ 550
Weizenvollkornmehl
Vortag
22:00 Uhr Haselnüsse anrösten, Haselnuss-Quellstück ansetzen und dann kaltstellen
22:05 Uhr Vorteig ansetzen
Backtag
09:00 Uhr Haselnüsse aus Kühlschrank holen zum Aufwärmen
09:00 Uhr Vorteig kaltstellen
10:30 bis 10:45 Uhr Hauptteig kneten
11:15 Uhr Dehnen und Falten
11:45 Uhr Dehnen und Falten
12:15 Uhr sanftes Dehnen und Falten
13:25 Uhr Kastenform vorbereiten
13:30 Uhr sanftes Dehnen und Falten und Teig direkt in die Kastenform legen
Backen auf Stein: 15:15 Uhr Ofen aufheizen
Backen auf Blech: 15:30 Uhr Ofen aufheizen
16:00 bis 17:00 Uhr backen

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ca. 1000g Brot
🕒
Deutschland
Hält 2 bis 3 Tage frisch


Hinweis, damit der Teig nicht zu weich wird: Es macht Sinn die Wassermenge immer etwas vorsichtiger zu dosieren, wenn nicht genau die gleichen Mehle verwendet werden, die ich verwendet habe. Ich versuche schon durch "Reservewasser" einen gewissen Faktor herauszurechnen, dennoch kommt es immer wieder vor, dass mal Teige beim Nachbacken zu weich werden. Lieber zu Beginn nochmal 20g weniger Wasser nehmen und später dann dazugeben. Vor allem dann, wenn man am Anfang der BäckerInnen-Karriere steht. :)
Hinweis zu Knetzeiten: Bitte beachte, dass hier angegebene Knetzeiten bei dir variieren können. Ich gebe hier die Knetdauer mit meiner Knetmaschine an. Mit anderen Maschinen und unterschiedlichen Parametern (Temperaturen, finale Wassermenge, Mehlsorte) können die Knetzeiten abweichen. Bitte achte eher auf Teigkonsistenzen, als auf meine Zeitangaben zur Knetdauer.
Hinweis zum Backen: Solange ich nichts Gegenteiliges angebe, bitte immer Ober- und Unterhitze verwenden!

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Quellstück (bei mir: 22 Uhr)
200g Haselnusskerne geschält (Hinweis siehe oben)
400g Wasser
Haselnusskerne hacken, anrösten (Achtung: nur golden, nicht zu dunkel) und dann mit dem Wasser aufgießen. Kalt stellen.
Vorteig (bei mir: 22:05 Uhr)
0.1g frische Hefe
100g Weizenmehl 550
80g Wasser
Hefe im Wasser auflösen und dann mit dem Mehl verrühren. Abgedeckt reifen lassen im Raum.
Warum klappt Sauerteig manchmal - und manchmal nicht? Mein Guide zeigt dir die Zusammenhänge, typische Fehler und Profi-Tipps. Damit du weißt, was du tust.
Guide entdecken9 Uhr: Nüsse aus Kühlschrank nehmen, abschütten, abspülen, abtropfen lassen, abdecken
9 Uhr: Vorteig kaltstellen
Hauptteig (bei mir: 10:30 bis 10:45 Uhr)
300g Weizenmehl Typ 550
120g Weizenvollkornmehl
Vorteig aus Kühlschrank
1.5g frische Hefe
315g Wasser
Haselnüsse abgetropft (später einkneten)
13g Salz (später einkneten)
20g Bassinage / Reservewasser (Was ist Bassinage?) (ggfs. später zugeben)
(Topping, wer möchte; ich noch mehr gehackte Nüsse)
Mit Deckel backen
Ohne Deckel backen
Teigling fertig in der Kastenform aufgereift, jetzt wird gebacken
Beginn der Stockgare
Haselnüsse vorsichtig eingeknetet
Teig sollte idealerweise dehnbar sein
Teig fertig ausgeknetet, jetzt kommen die Haselnüsse rein
gehackte und verquollene Haselnüsse

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Die folgenden Utensilien habe ich bei diesem Rezept verwendet. Hier findest du alle Utensilien, die ich für's Brot-Backen verwende:


















Mein Name ist René und eigentlich würde ich mich niemals selbst als Bäcker bezeichnen. Aber für meine Familie bin ich „der Bäcker“. Und weil mir das Backen von Brot unendlich Freude bereitet, versuche ich hier für mich und andere eine Sammlung an Brotback-Wissen und vielen Rezepten zu schaffen. Viel Spaß damit!
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