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Kastenbrot mit Nüssen und getrockneten Feigen

Das Erdnussbrot mit Feigen

Erdnüsse und getrocknete Feigen sind eine ziemlich spannende Kombi – egal ob im Brot oder einfach so, beide harmonieren wunderbar. In diesem Brot drücken sie dem Geschmack jeweils ihren Stempel auf und das schmeckt mal so richtig lecker!

Schwierigkeit: Anfänger Direkt zum Rezept

Ich erspare dir hier langweilige Facts darüber, dass die Erdnuss eigentlich gar keine Nuss, sondern eine Hülsenfrucht ist und Feigen ja überraschenderweise noch nicht einmal vegan, weil sich in ihrem Inneren nicht selten die verstorbenen Überreste einer Wespe befinden (die dort Eier ablegt und stirbt). Alles schon hundertmal gelesen oder gehört. All das ist kein Grund für dieses Brot. Grund ist, dass ich bei meinem alltäglichen Nachmittags-Snack gerne zu einer Handvoll Nüsse auch getrocknete Feigen esse. Das harmoniert super und da war es naheliegend, auch in einem Brot einen Kombinationsversuch zu starten. Das Ergebnis ist ein tolles Alltagsbrot mit einer leichten Süße und Bissfestigkeit. Empfehlung für den Belag: Käse. Ein milder Camembert passt genauso gut, wie ein beliebiger Scheibenkäse. Auch ein Schafskäse passt perfekt, zB in Form eines Frischkäse.

Warum sollte ich Erdnüsse vor dem Backen rösten?

Geröstete Erdnüsse bringen deutlich mehr Aroma ins Brot. Durch das Rösten entstehen intensive Noten, die im fertigen Brot klar herauskommen. Du kannst sie selbst im Ofen oder wie ich, in der Pfanne, rösten. Alternativ kaufst du bereits geröstete Erdnüsse. Natürlich kannst du dir den Schritt der Röstung sparen, das Brot verliert dann aber an Charakter.

Warum werden Erdnüsse und Feigen in einem Quellstück eingeweicht?

Das Einweichen hat gleich zwei Vorteile:
Die Feigen saugen sich mit Wasser voll und entziehen dem Teig später keine Feuchtigkeit mehr. Gleichzeitig werden die Erdnüsse etwas weicher und fügen sich besser in die Krume ein. So bekommst du ein saftigeres Brot und vermeidest trockene Stellen rund um die Einlagen.

Beeinflussen Erdnüsse die Teigstruktur?

Ja, Erdnüsse enthalten viel Fett, das die Glutenentwicklung etwas schwächen kann. Zudem schädigt eine scharfkantige Einlage (wie harte Nüsse) immer die Teigstruktur, was für weniger Gashaltevermögen sorgt. Wenn du zu viele Nüsse einarbeitest oder sie gar fein vermahlst, wird das Brot schnell kompakter. Besser ist es, die Erdnüsse grob zu hacken oder im Ganzen zu belassen und die Menge im Rahmen zu halten, damit die Krume locker bleibt. Das Einkneten sollte immer langsam erfolgen.

Muss ich wegen der Feigen die Wassermenge im Teig anpassen?

In diesem Fall werden sie bereits im Quellstück eingeweicht. Ohne Einweichen würden die Feigen Wasser aus dem Teig ziehen und ihn trockener machen. So bleiben sie saftig und geben sogar etwas Feuchtigkeit zurück.

Warum wird das Brot mit Feigen schneller dunkel?

Feigen enthalten viel natürlichen Zucker, der beim Backen schneller karamellisiert. Dadurch bekommt dein Brot eine kräftigere Bräune und ein intensiveres Aroma. Hier kommt zudem sogar noch Rübensirup zum Einsatz, was die Krume und Kruste zusätzlich färbt.

Geht das Rezept auch ohne Sauerteig?

Ganz klar, ja. Daher gebe ich dir hier die Möglichkeit an, die kleine Menge Sauerteig durch Hefe zu ersetzen, wenn du keinen Sauerteig hast.

Wie voll sollte die Kastenform gefüllt werden?

Die Kastenform sollte etwa zu max. 50-60% gefüllt sein, damit der Teig genug Platz hat, um aufzugehen. Füllst du sie zu voll, könnte der Teig beim Backen überlaufen oder an den Rändern reißen.

Welche Mehle habe ich für das Erdnuss-Feigenbrot verwendet?

Ich habe Mehle meiner Hausmühle verwendet, also Standardmehle:
Weizenmehl Typ 1050
Roggenmehl Typ 997

Diese Mehle findest du auch in gut sortierten Supermärkten.

Kann ich das Erdnuss-Feigenbrot über Nacht reifen lassen?

Das geht, habe ich aber noch nicht ausprobiert. Ich würde hierzu testweise die Menge an Hefe um 1g reduzieren. Nach dem Füllen der Kastenform würde ich den Teig 1 Stunde anspringen lassen und dann kalt stellen. Maximale Reifezeit 12-16 Stunden.

Mein Zeitplan:

Backtag

08:00 Uhr Quellstück ansetzen
12:30 Uhr Quellstück abtropfen lassen
12:45 bis 13:00 Uhr Hauptteig kneten
13:10 Uhr Kastenform füllen
Backen auf Stein: 16:10 Uhr Ofen aufheizen
Backen auf Blech: 16:35 Uhr Ofen aufheizen
16:55 bis 17:55 Uhr backen

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Rezept

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Ergebnis

ca. 1000g Brot

Zubereitungszeit

🕒

Region

Deutschland

Frischehaltung

Hält 2 bis 3 Tage frisch

Symbolbild: Zur Druckversion Rezept drucken
Dieses Brot habe ich in der Kastenform gebacken.
Alles übers Brotbacken in der Kastenform liest du hier und auch, welche Kastenformen ich so verwende. Ich habe hier mit einer beschichteten Stahl-Kastenform* gebacken. Sie hat eine Größe von 21 x 12 x 11.7 cm und ist für 450 bis 1000g Brote (je nach Teigvolumen) geeignet:

Kastenform von Monfish
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Zutaten

  • 100g Feigen getrocknet
  • 100g Erdnüsse
  • 340g Weizenmehl Typ 1050
  • 150g Roggen 997
  • 370g Wasser
  • 15g Rübensirup (oder Honig oder Melasse)
  • 12g Salz
  • 2.5g frische Hefe
  • 25g Sauerteig oder zusätzlich 1g frische Hefe
  • 40g Bassinage/Reservewasser
  • Topping wer möchte bzw. was du zuhause hast (ich Leinsamen, Sesamsamen, Haferflocken)

Hinweis, damit der Teig nicht zu weich wird: Es macht Sinn die Wassermenge immer etwas vorsichtiger zu dosieren, wenn nicht genau die gleichen Mehle verwendet werden, die ich verwendet habe. Ich versuche schon durch "Reservewasser" einen gewissen Faktor herauszurechnen, dennoch kommt es immer wieder vor, dass mal Teige beim Nachbacken zu weich werden. Lieber zu Beginn nochmal 20g weniger Wasser nehmen und später dann dazugeben. Vor allem dann, wenn man am Anfang der BäckerInnen-Karriere steht. :)

Hinweis zu Knetzeiten: Bitte beachte, dass hier angegebene Knetzeiten bei dir variieren können. Ich gebe hier die Knetdauer mit meiner Knetmaschine an. Mit anderen Maschinen und unterschiedlichen Parametern (Temperaturen, finale Wassermenge, Mehlsorte) können die Knetzeiten abweichen. Bitte achte eher auf Teigkonsistenzen, als auf meine Zeitangaben zur Knetdauer.

Hinweis zum Backen: Solange ich nichts Gegenteiliges angebe, bitte immer Ober- und Unterhitze verwenden!

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Zubereitung

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Sauerteig ist leichter als du denkst

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Backtag

Quellstück (bei mir: 8 Uhr)
100g Feigen – getrocknet & klein gehackt (ohne Stengel, netto 90g)
100g geröstete Erdnüsse (also geröstet kaufen oder vorher in der Pfanne anrösten)
Wasser
Feigen und Erdnüsse mit ausreichend kaltem Wasser bedecken.

Quellstück abgießen und in einem Sieb abtropfen lassen (bei mir: 12:30 Uhr)

Hauptteig (bei mir: 12:45 bis 13 Uhr)
340g Weizenmehl Typ 1050
150g Roggen 997
370g Wasser
15g Rübensirup (oder Honig oder Melasse)
2.5g frische Hefe
25g Sauerteig oder zusätzlich 1g frische Hefe (wenn du keinen Sauerteig hast)
12g Salz (später einkneten)
Quellstück abgetropft (später einkneten)
40g Bassinage/Reservewasser (Was ist Bassinage?) (ggfs. später zugeben)
(Topping, wer möchte, ich Leinsamen und Haferflocken)

  • Hefe (und ggf. Sauerteig) im Wasser auflösen. Dann das Mehl und den Rübensirup hinzugeben.
  • Bei niedriger Stufe auskneten. Das dauerte bei mir ca. 6 Minuten.
  • Dann das Salz zugeben und bei etwas höherer Stufe weiter auskneten. Das dauerte bei mir weitere 2-3 Minuten. Wenn der Teig dann gut abgebunden hat und dehnbar ist…
  • …die abgetropften Erdnüsse und Feigen in Etappen zugeben und jeweils wieder so lange verkneten, bis der Teig abgebunden hat.
  • Insgesamt habe ich 12 Minuten geknetet. Wie mein Teig aussah, siehst du auf dem Foto unten.
  • Sollte dein Teig zu fest sein, kannst du noch etwas vom Reservewasser tröpfchenweise einkneten.
  • Der Teig bleibt dann für 10 Minuten in der Knetschüssel zur kurzen Kesselgare. Decke die Schüssel vor Zugluft mit einem Tuch ab.
  • In der Zwischenzeit bereitest du die Kastenform vor. Ich habe hier mit Trennspray die Form eingesprüht (alternativ einfetten) und dann mit ein paar Leinsamen und Haferflocken ausgestreut. Nimm, was du zu Hause hast und was du auf deinem Brot haben möchtest.
  • Nach den 10 Minuten wird der Teig einfach nur mit einer Teigkarte in die Kastenform gespachtelt.
  • Dann machst du eine Teigkarte nass (auch nasse Hände gehen) und streichst den Teig in der Kastenform glatt.
  • Auf den Teig streust du dann noch ein paar Saaten und/oder Haferflocken auf und drückst diese etwas an.
  • Deckel schließen oder Kastenform abdecken und reifen lassen.
  • Der Teig reift dann in der Form ca. 3,5 bis 4 Stunden (Teig beobachten), bis er bis auf 2 bis 3 cm an der Kante der Form angekommen ist (je nach Volumen der Backform natürlich) und gebacken werden soll. Siehe Foto, wie das bei mir aussah.
  • Da die Reifezeit etwas variabel und vom Alter der Hefe und auch den Temperaturen im Teig (bei mir 25 Grad) und Raum (bei mir 22 Grad) abhängig ist, solltest du den Teig beobachten, wann er ca. reif sein wird (er wird dann luftig und wollig und noch einmal 50 bis 70% aufgegangen sein).
  • 45 Minuten bevor gebacken wird, muss der Ofen auf 230° O/U Hitze aufgeheizt werden. Einen Schwader für Dampf dazustellen. Wenn kein Stein vorhanden ist, dann zumindest 20 Minuten ein Backblech aufheizen.

Mit Deckel backen

  • Kasten mit geschlossenem Deckel in den Ofen stellen und den Ofen direkt auf 190 Grad herunterschalten.
  • 60 Minuten durchbacken.
  • Gerne mit einem Thermometer (Beispiel bei Amazon; Partnerlink*) die Kerntemperatur messen, die bei 96+ Grad liegen sollte.
  • Sollte dein Brot noch zu hell sein, dann noch einmal ein paar Minuten ohne Deckel dunkelbacken.
  • Kasten aus dem Ofen nehmen, Brot aus dem Kasten nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen. Sollte das Brot nicht direkt aus dem Kasten kommen, dann erst 5 Minuten stehen lassen.
  • Fertig!

Ohne Deckel backen

  • Wenn du ohne Deckel backen willst, dann am besten den Teig einmal längs einschneiden, ca. 0.7 cm tief.
  • Kasten in den Ofen stellen und ca. 60ml Wasser im Schwader verdampfen.
  • 10 Minuten auf 230 Grad backen lassen, dann den Dampf für 30 Sekunden ablassen.
  • Dann den Ofen auf 185 Grad herunterschalten und weitere 50 Minuten backen.
  • (Sollte das Brot oben zu dunkel werden, dann mit einem Stück Alufolie oben auf abdecken)
  • Gerne mit einem Thermometer (Beispiel bei Amazon; Partnerlink*) die Kerntemperatur messen, die bei 96+ Grad liegen sollte.
  • Kasten aus dem Ofen nehmen, Brot aus dem Kasten nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen. Sollte das Brot nicht direkt aus dem Kasten kommen, dann erst 5 Minuten stehen lassen.
  • Fertig!

Teig in Form gestrichen und dann bestreut (hier bei einem anderen Versuch mit Leinsamen und Sesamsamen)

Kurze Kesselgare

Teig fertig geknetet

 

 

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Autor:
René Dasbeck

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Verwendete Brotback-Helferlein

Die folgenden Utensilien habe ich bei diesem Rezept verwendet. Hier findest du alle Utensilien, die ich für's Brot-Backen verwende:

  • Bild für Brotback-Utensilie: Küchenmaschine
  • Bild für Brotback-Utensilie: Kastenform
  • Bild für Brotback-Utensilie: Gärkorb
  • Bild für Brotback-Utensilie: Brotmesser
  • Bild für Brotback-Utensilie: Teigkarte
  • Bild für Brotback-Utensilie: Backstein
  • Bild für Brotback-Utensilie: Schwader
  • Bild für Brotback-Utensilie: Teigwanne
  • Bild für Brotback-Utensilie: Küchenwaage
  • Bild für Brotback-Utensilie: Auskühlgitter
  • Bild für Brotback-Utensilie: Mehlstreuer
  • Bild für Brotback-Utensilie: Trennspray
  • Bild für Brotback-Utensilie: Schüsselhauben
  • Bild für Brotback-Utensilie: Brotbeutel
  • Bild für Brotback-Utensilie: Teiglappen
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Artikel zuletzt aktualisiert am 26. März 2026 von
Hier findest du Quellennachweise
* Ich empfehle unter anderem Produkte bei Amazon, die ich selber als Utensilien für das Backen meiner Brote verwende. Wenn du über meine Links etwas kaufst, erhalte ich dort eine kleine Provision. Das unterstützt mich dabei, meinen Brot-Blog weiterführen zu können. Wenn du das nicht möchtest, kannst du die Produkte natürlich auch direkt über Amazon suchen, ohne auf meine Links zu klicken. Oder noch besser: Du kaufst im stationären Handel. Das würde mich genauso freuen. Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen.
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Bild von René Dasbeck

Über mich

Mein Name ist René und eigentlich würde ich mich niemals selbst als Bäcker bezeichnen. Aber für meine Familie bin ich „der Bäcker“. Und weil mir das Backen von Brot unendlich Freude bereitet, versuche ich hier für mich und andere eine Sammlung an Brotback-Wissen und vielen Rezepten zu schaffen. Viel Spaß damit!

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