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Rezept für ein Apfelbrot mit Mandel und Zimt

Roggenbrot mit Apfel und Mandeln

Wieso sollte Roggenbrot immer gleich sein? Bring Abwechslung in deinen Brot-Alltag. Apfel und Mandel in Kombination passen wirklich perfekt in ein Brot mit viel Roggen. Und es hat sich hier sogar noch etwas Zimt ins Rezept geschmuggelt. Ein tolles Brot!

Schwierigkeit: Mittel Direkt zum Rezept

Brot in jeglicher Form kann besonders sein. Ein großartiges Brot muss nicht unbedingt aufwendig oder speziell sein. Aber es kann! Zumindest können aufwertende Zutaten ein Brot so verändern, dass sie viel Abwechslung in den Brot-Alltag bringen. So auch hier: Aus einem roggenlastigen Mischbrot wird ein Apfel-Mandelbrot mit einer feinen Zimt-Note. Für mich eines der besten Brote der letzten Monate für eine Käse-Brotzeit in der Familie oder mit Freunden. Ich empfehle kräftige Bergkäse, die super zur Fruchtigkeit des Apfels passen. Dann noch etwas Kren darauf und einfach nur abfeiern.

Ist das noch ein Roggenbrot oder schon ein Roggenmischbrot?
Formal ist es ein Roggenmischbrot, da Weizenmehl enthalten ist. Geschmacklich, in Struktur und Führung verhält es sich klar wie ein Roggenbrot.

Warum Apfel im Brotteig?
Apfel bringt natürliche Feuchtigkeit, leichte Süße und verlängert die Frischhaltung. Und es schmeckt hier einfach auch toll.

Welche Apfelsorte passt am besten zu Brot?
Ich würde süßlichere Apfelsorten verwenden, die nicht zu mehlig sind. Auch würde ich allzu saure Apfelsorten meiden, wie Granny Smith. Ich habe Pink Lady verwendet.

Warum so warmes Wasser im Hauptteig?
Die hohe Teigtemperatur beschleunigt die Reife von roggenlastigen Teigen. So reift der Hauptteig schnell und wird nicht zu sauer.

Kann ich die Mandeln austauschen?
Ja. Haselnüsse oder Walnüsse passen gut. Wichtig ist leichtes Anrösten, sonst bleiben sie geschmacklich flach.

Schmeckt man den Zimt deutlich?
Nein. Der Zimt unterstützt das Apfelaroma im Hintergrund. Das Brot bleibt klar herzhaft, nicht zu süß.

Wie lange bleibt das Brot frisch?
Gute 2-3 Tage.

Kann ich das Roggenbrot mit Apfel und Mandel auch ohne Sauerteig backen?
Ganz klar: nein, solltest du nicht. Bei so viel Roggenanteil ist Sauerteig immer nötig für die Backfähigkeit bzw. auch geschmacklich empfehlenswert.

Kann ich das Brot auch mit Weizensauerteig backen?
Ja das geht. Setze den Sauerteig einfach mit deinem Weizen-Anstellgut an.

Muss ich den Teig wirklich nicht formen?
Hier im Rezept musst du das tatsächlich nicht. Der Teig wird einfach nach der Stockgare in das Gärkörbchen verfrachtet und glatt gestrichen und bemehlt, das war es auch schon.
Du kannst aber natürlich auch rund formen und dann in das Gärkörbchen legen.

Kann ich das Schrot ersetzen?
Ja, das geht. Im Notfall nimmst du anstelle von Schrot Vollkornmehl.

Mein Zeitplan

Vortag

20:00 Uhr Sauerteig angesetzt

Backtag

11:00 Uhr Mandeln geröstet und Apfel gehackt
11:30 bis 11:45 Uhr Teig geknetet/gemischt -> Kesselgare
13:00 Uhr Teig in Gärkorb gespachtelt, glatt gestrichen und mit Mehl bestreut (alternativ kannst du auch rundwirken)
13:45 Uhr Ofen aufgeheizt
14:27 Uhr Teig auf Backpapier gestürzt->3min warten
14:30 bis 15:25 Uhr gebacken

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Rezept

Aktiviere hier den Kochmodus, damit dein Bildschirm an bleibt.

Ergebnis

ca. 1080g Brot

Zubereitungszeit

🕒

Region

Deutschland

Frischehaltung

Hält lange frisch

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Zutaten

  • 12.5g Anstellgut Roggensauerteig (Alternativ Weizensauer)
  • 350g Roggenmehl Typ 1050
  • 50g Roggenschrot
  • 150g Weizenmehl Typ 1050
  • 425g Wasser 36 Grad
  • 75g Mandelblättchen (oder Mandeln fein gehackt)
  • ⅔ Bio Apfel mit Schale (ca. 100g)
  • 1 TL Zimt
  • 13.5g Salz
  • 50g Bassinage/Reservewasser

Hinweis, damit der Teig nicht zu weich wird: Es macht Sinn die Wassermenge immer etwas vorsichtiger zu dosieren, wenn nicht genau die gleichen Mehle verwendet werden, die ich verwendet habe. Ich versuche schon durch "Reservewasser" einen gewissen Faktor herauszurechnen, dennoch kommt es immer wieder vor, dass mal Teige beim Nachbacken zu weich werden. Lieber zu Beginn nochmal 20g weniger Wasser nehmen und später dann dazugeben. Vor allem dann, wenn man am Anfang der BäckerInnen-Karriere steht. :)

Hinweis zu Knetzeiten: Bitte beachte, dass hier angegebene Knetzeiten bei dir variieren können. Ich gebe hier die Knetdauer mit meiner Knetmaschine an. Mit anderen Maschinen und unterschiedlichen Parametern (Temperaturen, finale Wassermenge, Mehlsorte) können die Knetzeiten abweichen. Bitte achte eher auf Teigkonsistenzen, als auf meine Zeitangaben zur Knetdauer.

Hinweis zum Backen: Solange ich nichts Gegenteiliges angebe, bitte immer Ober- und Unterhitze verwenden!

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Zubereitung

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Achtung: Sauerteig sollte fit sein für ein reines Sauerteigbrot ohne Hefe. Sonst im Hauptteig minimal frische Hefe zufügen (zB 1g).

Vortag

Sauerteig (bei mir: 20 Uhr)
12.5g Anstellgut Roggensauerteig (Alternativ Weizensauer)
200g Roggenmehl Typ 1050
50g Roggenschrot (Alternativ Vollkornmehl)
250g Wasser x Grad (bei mir: 36 Grad)
Anstellgut in einem hohen Gefäß (z.B. Einmachglas) im Wasser auflösen, Mehl einrühren und abgedeckt im Raum reifen lassen.
Zieltemperatur für den Sauerteig: 28 Grad (die Schüttwassertemperatur ist abhängig von den Temperaturen deiner Zutaten: kannst du hier berechnen).

Backtag

Mandeln und Apfel (bei mir: 11:00 Uhr)
75g Mandelblättchen leicht anrösten und hacken
⅔ Bio Apfel hacken (schälen nicht nötig, ca. 100g)

Hauptteig (bei mir: 11:30 bis 11:45 Uhr)
Sauerteig
150g Roggenmehl Typ 1050
150g Weizenmehl Typ 1050
1 TL Zimt
Mandel
Apfel
175g Wasser x Grad (bei mir 55 Grad)
13.5g Salz
50g Bassinage / Reservewasser (bei mir 45 Grad) (Was ist Bassinage?)
(Zieltemperatur des Teigs ist: 28 Grad (die Schüttwassertemperatur ist wieder abhängig von den Temperaturen deiner Zutaten: kannst du hier berechnen))

  • Sauerteig im Wasser (Temperaturhinweis beachten) gut einrühren.
  • Dann das Mehl zugeben und ca. 5 Minuten verkneten, bis ein klebriger Teig entstanden ist.
  • Dann Salz und Zimt zugeben und 1 bis 2 Minuten weiterkneten.
  • Anschließend die Mandeln zugeben und 1 bis 2 Minuten weiterkneten.
  • Anschließend den Apfel zugeben und 1 bis 2 Minuten weiterkneten.
  • Wenn Teig deutlich zu fest, dann noch Bassinage/Reservewasser in kleinen Zugaben einrühren, bis ein leicht zementartiger Teig entstanden ist.
  • Teig hatte bei mir eine Temperatur von 27.5° (Teige mit viel Roggen sollten nicht kühler angesetzt werden (damit der Teig nicht zu lange reift und nicht zu sauer wird), er kann sogar noch auf 28 bis 29° etwas wärmer angesetzt werden).
  • Nun reift der Teig in der Knetschüssel abgedeckt im Raum, bis er etwas aufgegangen ist. Je nach Teig-Temperatur: 75 Minuten bei 28 Grad, 60 Minuten bei 30 Grad.
    (Wenn du die Teigtemperatur nicht weißt, lasse den Teig lieber 75 Minuten reifen.)
  • Jetzt bemehlst du dein Gärkörbchen ausreichend und spachtelst den Teig einfach dort hinein (alternativ formst du den Teigling rund und legst ihn dann in das Gärkörbchen, ist aber nicht nötig und führt hier nicht zu einem besseren Brot).
  • Anschließend glättest du den Teig im Gärkörbchen mit angefeuchteten Handflächen. Dabei drückst du den Teig vorsichtig in das Gärkörbchen, damit es sauber ausgefüllt wird.
  • Anschließend bemehlst du die Oberfläche großzügig mit Mehl und deckst das Gärkörbchen mit einem Tuch oder Folie ab.
  • So reift der Teigling im Gärkorb.
  • Der Teigling ist bereit gebacken zu werden, wenn du auf der Oberfläche eine deutliche Maserung siehst (daher ist auch das Bemehlen wichtig). Eventuell siehst du auch ein paar Luftlöcher. Der Teig sollte nicht schon zu instabil sein und nicht in sich zusammenfallen (dann war die Reife zu lange).
  • Sobald du also etwas Maserung erkennen kannst, solltest du deinen Ofen ca. 45 Minuten aufheizen: auf 240 Grad Ober- und Unterhitze. Mit einem Backstein und idealerweise mit einem Schwader für den Dampf (hier liest du alles zum Bedampfen beim Backen).
    (Wenn du nur ein Blech hast, dann dieses 20 Minuten aufheizen auf 250 Grad.)
  • Sobald der Ofen aufgeheizt ist, wird der Teigling auf ein Stück Backpapier auf einen Schieber gestürzt.
    (Alternativ kannst du auch den Teigling aus dem Körbchen lupfen, um die sichtbare Maserung zu erhalten)
  • Lass den Teigling dort für 2 bis 3 Minuten entspannen. Es entsteht nun erneut eine Maserung, die du dann auch nach dem Backen siehst.
  • Teigling mit Backpapier auf den heißen Backstein ziehen und für 60 Sekunden backen.
  • Dann den Ofen öffnen, bedampfen (siehe Hinweis ein paar Zeilen weiter oben) und 9 Minuten weiterbacken.
  • Dann 30 bis 40 Sekunden den Dampf bei offener Türe ablassen und den Ofen auf 200 Grad herunterschalten.
  • Weitere 45 Minuten backen.
  • Das Brot ist fertig, wenn es beim Klopfen auf den Boden hohl klingt oder ein Stab-Thermometer die Kerntemperatur im Brot mind. 95 Grad anzeigt.
  • Nach dem Backen mind. 4 Stunden abkühlen lassen.
  • Fertig.

Nach 2-3 Minuten Ruhezeit zeigt sich Maserung vor dem Backen (nachdem das Gärkörbchen gestürzt wurde)

Maserung zeigt das Ende der Gare an, jetzt kann gebacken werden (vorher rechtzeitig Ofen aufheizen)

Teig in Gärkörbchen gestrichen, mit feuchten Händen sanft in Form gedrückt und bemehlt

Teig fertig geknetet

Angeröstete Mandelblättchen und geschnittener Apfel

 

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Autor:
René Dasbeck

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Verwendete Brotback-Helferlein

Die folgenden Utensilien habe ich bei diesem Rezept verwendet. Hier findest du alle Utensilien, die ich für's Brot-Backen verwende:

  • Bild für Brotback-Utensilie: Gärkorb
  • Bild für Brotback-Utensilie: Teigkarte
  • Bild für Brotback-Utensilie: Backstein
  • Bild für Brotback-Utensilie: Schwader
  • Bild für Brotback-Utensilie: Teigwanne
  • Bild für Brotback-Utensilie: Küchenwaage
  • Bild für Brotback-Utensilie: Mehlstreuer
  • Bild für Brotback-Utensilie: Trennspray
  • Bild für Brotback-Utensilie: Schüsselhauben
  • Bild für Brotback-Utensilie: Brotbeutel
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Artikel zuletzt aktualisiert am 5. Februar 2026 von
Hier findest du Quellennachweise
* Ich empfehle unter anderem Produkte bei Amazon, die ich selber als Utensilien für das Backen meiner Brote verwende. Wenn du über meine Links etwas kaufst, erhalte ich dort eine kleine Provision. Das unterstützt mich dabei, meinen Brot-Blog weiterführen zu können. Wenn du das nicht möchtest, kannst du die Produkte natürlich auch direkt über Amazon suchen, ohne auf meine Links zu klicken. Oder noch besser: Du kaufst im stationären Handel. Das würde mich genauso freuen. Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen.
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Über mich

Mein Name ist René und eigentlich würde ich mich niemals selbst als Bäcker bezeichnen. Aber für meine Familie bin ich „der Bäcker“. Und weil mir das Backen von Brot unendlich Freude bereitet, versuche ich hier für mich und andere eine Sammlung an Brotback-Wissen und vielen Rezepten zu schaffen. Viel Spaß damit!

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