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Rezept für ein lange haltbares Brot

Das haltbare Brot "Chuck"

Chuck Norris ist nicht gestorben. Er hat dem Sensenmann einen Roundhouse-Kick verpasst und ist nun dort, wo die Kruste niemals weich wird. Dieses Brot ist meine Verbeugung vor dem härtesten Ranger aller Zeiten. Es ist wie er: unnachgiebig, bodenständig und absolut unverwüstlich. Spaß beiseite: Es hält einfach lange frisch.

Schwierigkeit: Mittel Direkt zum Rezept

Chuck Norris ist eine Ikone meiner Generation: Seine maßlos übertriebene Action-Filme, die man in heutigen Zeiten auch kaum mehr im TV zeigen darf, sind für Kinder der 80er und 90er Jahre kultige Erinnerungen. Und es gab wenige Action-Helden, die so einen Kultfaktor hatten und haben, wie Chuck Norris. Jeder kennt seine Filme, die Serie Walker, Texas Ranger hat ihn in den Mainstream gebracht. Die Sprüche über ihn werden auch in 100 Jahren noch zitiert werden. Nun ist das Undenkbare passiert: Am 19.03.2026 ist Chuck Norris verstorben. Wobei, ich bin sicher: Er ist nicht weg, er ist nur auf das nächste Level gestiegen. RIP Chuck Norris!

Um Chuck Norris zu ehren, habe ich ein Brot entwickelt. Ein Brot, das ein klein wenig ist wie er: Wenn alles andere vergeht, bleibt dieses Brot. Haltbarkeit: Endboss-Level! Und weil auch hier nichts ohne Chuck-Sprüche geht, habe ich ein paar für dich parat:

  • "Während andere Brote ablaufen, macht Chuck Liegestütze im Regal."
  • "Das Brot schneidet das Messer, nicht umgekehrt."
  • "Schützt dich vor Hunger. Für immer."
  • "Haltbar bis: Wenn Chuck es sagt."
  • "Überlebt jede Apokalypse. Aber nicht dein Frühstück."

Über Chuck Norris sagte man, er kenne kein Ablaufdatum - dieses Brot auch nicht.

Spaß beiseite, das ist alles mit einem Augenzwinkern zu sehen. Eine Hommage an einen großen Star meiner Jugend und ein Brot, an dem du lange Spaß haben wirst.

Wie wird das Brot lange haltbar

Hier habe ich auf der einen Seite Sauerteig eingesetzt, was per se für eine längere Haltbarkeit sorgt. Der passende Chuck-Spruch: "Andere Brote schimmeln. Dieses Brot wartet." Die Säure im Brot sorgt dafür, dass unerwünschte Mikroben und Pilze lange Zeit keine Chance haben, zu überleben. Bei Hefebroten wäre das anders. Zudem setze ich noch auf ein Kochstück aus Mehl, Altbrot und Wasser. Das schmuggelt eine große Menge an Feuchtigkeit ins Brot und sorgt so für viel längere Frischehaltung.

Kann ich "Chuck" auch mit Hefe backen?

Chuck Norris würde sagen: "Dieses Brot schmeckt nicht nach Hefe, sondern nach Gerechtigkeit." Natürlich kannst du Hefe einsetzen, aber so richtig lange haltbar wird es vor allem durch Sauerteig. Und wenn es ausschließlich Sauerteig ist, was hier verwendet wurde, hält das Brot am längsten. Wenn doch Hefe nötig ist (zB weil dein Sauerteig nicht fit ist), dann setze nur eine sehr kleine Menge davon ein.

Verwendete Mehle für das Brot "Chuck"

Ich habe Standardmehle meiner Hausmühle verwendet:

Roggenvollkornmehl
Weizenvollkornmehl
Weizenmehl Typ 550

Mein Zeitplan für dieses Rezept

(ggfs. musst du am Vortag 2x deinen Sauerteig füttern, damit dein Sauerteig fit ist und ohne Hefe auskommt)

Vortag

16:00 Uhr Sauerteig Stufe 1 angesetzt

Backtag

10:00 Uhr Sauerteig Stufe 2 angesetzt
10:05 Uhr Kochstück angesetzt
14:40 bis 14:50 Uhr Hauptteig geknetet
14:50 bis 15:20 Uhr Kesselgare
15:20 Uhr Teig rustikal geformt und in Gärkörbchen gelegt
16:40 Uhr Ofen eingeschaltet
17:20 bis 18:25 Uhr gebacken
14:45 bis 15:55 Uhr gebacken

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Rezept

Aktiviere hier den Kochmodus, damit dein Bildschirm an bleibt.

Ergebnis

ca. 1150g Brot

Zubereitungszeit

🕒

Region

Deutschland

Frischehaltung

Hält lange frisch

Symbolbild: Zur Druckversion Rezept drucken
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Zutaten

  • 2.5g Anstellgut Sauerteig
  • 300g Roggenvollkornmehl
  • 100g Weizenvollkornmehl
  • 200g Weizenmehl Typ 550
  • 590g Wasser
  • 20g Altbrot
  • 14g Salz
  • 10g Bassinage / Reservewasser

Hinweis, damit der Teig nicht zu weich wird: Es macht Sinn die Wassermenge immer etwas vorsichtiger zu dosieren, wenn nicht genau die gleichen Mehle verwendet werden, die ich verwendet habe. Ich versuche schon durch "Reservewasser" einen gewissen Faktor herauszurechnen, dennoch kommt es immer wieder vor, dass mal Teige beim Nachbacken zu weich werden. Lieber zu Beginn nochmal 20g weniger Wasser nehmen und später dann dazugeben. Vor allem dann, wenn man am Anfang der BäckerInnen-Karriere steht. :)

Hinweis zu Knetzeiten: Bitte beachte, dass hier angegebene Knetzeiten bei dir variieren können. Ich gebe hier die Knetdauer mit meiner Knetmaschine an. Mit anderen Maschinen und unterschiedlichen Parametern (Temperaturen, finale Wassermenge, Mehlsorte) können die Knetzeiten abweichen. Bitte achte eher auf Teigkonsistenzen, als auf meine Zeitangaben zur Knetdauer.

Hinweis zum Backen: Solange ich nichts Gegenteiliges angebe, bitte immer Ober- und Unterhitze verwenden!

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Zubereitung

Aktiviere hier den Kochmodus, damit dein Bildschirm an bleibt.

Vortag

Sauerteig – Stufe 1 (bei mir: 16 Uhr)
2.5g Anstellgut Roggensauer (ja, die kleine Menge ist korrekt!)
50g Roggenvollkornmehl
50g Wasser
Anstellgut in einem hohen Gefäß (z.B. Einmachglas) im Wasser auflösen, Mehl einrühren und abgedeckt im Raum reifen lassen bei 20-22 Grad.

Sauerteig - endlich verständlich

Warum klappt Sauerteig manchmal - und manchmal nicht? Mein Guide zeigt dir die Zusammenhänge, typische Fehler und Profi-Tipps. Damit du weißt, was du tust.

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Backtag

Sauerteig Stufe 2 (bei mir: 10 Uhr)
Sauerteig Stufe 1
150g Roggenvollkornmehl
150g Wasser (bei mir: 36 Grad)
Sauerteig Stufe 1 in einem größeren Gefäß (z.B. Einmachglas) im Wasser auflösen, Mehl einrühren und abgedeckt im Raum reifen lassen bei 20-22 Grad.
Zieltemperatur für den Sauerteig: 28 Grad (die Schüttwassertemperatur ist abhängig von den Temperaturen deiner Zutaten: kannst du hier berechnen).

Kochstück (bei mir: 10:05 Uhr)
20g Weizenmehl Typ 550 oder W700
20g Altbrot geröstet und gemahlen (Alternativ: Vollkornmehl, wenn du Altbrot nicht hast)
140g Wasser
Mehl und Altbrotbrösel im kalten Wasser einrühren, bis weitestgehend keine Mehlklumpen mehr vorhanden sind. Unter Rühren aufkochen, bis eine puddingartige Konsistenz erreicht ist (sollte nicht anbrennen), und dann mit einem Stück Frischhaltefolie direkt auf dem Kochstück vor Austrocknung schützen. 

Hauptteig (bei mir: 14:40 bis 14:50 Uhr)
Sauerteig Stufe 2
100g Roggenvollkornmehl
100g Weizenvollkornmehl
180g Weizenmehl Typ 550
250g Wasser
(Zieltemperatur des Teigs ist 28 Grad (die Schüttwassertemperatur ist abhängig von den Temperaturen deiner Zutaten: kannst du hier berechnen))
Kochstück (später einkneten)
14g Salz (später einkneten)
10g Bassinage / Reservewasser (ggf. später einkneten) (Was ist Bassinage?)
(ggf. 1g frische Schisser-Hefe, wenn dein Sauerteig nicht fit sein sollte)

  • Sauerteig Stufe 2, eine Hälfte des Kochstücks (und ggf. Schisser-Hefe) in das Wasser einrühren. Mehl dazugeben und dann verkneten für 5 bis 6 Minuten auf niedriger Stufe.
  • Salz zugeben und auf etwas höherer Stufe weiter auskneten für ca. 2 Minuten, bis der Teig schön abbindet.
  • Dann die 2. Hälfte des Kochstücks in Etappen einkneten. Immer etwas hinzugeben, wenn der Teig wieder abgebunden hat.
  • Teig löst sich durch den Roggenanteil kaum bis nicht vom Kesselrand. Wie mein Teig aussah, siehst du unten.
  • Sollte dein Teig noch zu fest sein, kannst du noch tröpfchenweise Wasser einkneten (Bassinage), bis er sich anfühlt wie weicher Zement.
  • Mein Teig hatte eine Temperatur von knapp 27.5 Grad (sollte der Teig bei dir über 30 Grad warm sein, dann im Hauptteig beim nächsten Mal das Wasser kühler halten; wenn er viel kühler ist, das Schüttwasser beim nächsten Mal etwas wärmer halten).
  • ca. 30 Minuten Teigruhe/Kesselgare bei ca. 22° Raumtemperatur (sollte dein Teig oder Raum wärmer sein, verkürzt sich die Reifezeit; wenn kühler, dann verlängert sie sich; je 5 Grad mehr oder weniger halbiert oder verdoppelt sich die Reifezeit). D. h., der Teig bleibt einfach in der Schüssel. Vorher mit einer feuchten Teigkarte vom Schüsselrand schaben und zu einer Kugel streichen. Abdecken.
  • Nach der Teigruhe/Kesselgare (bei mir um 15:20 Uhr) wird der Teig auf eine bemehlte Oberfläche gekippt, um ihn zu formen (siehe auch Foto-Anleitung unten).
  • Mit dem Teigschaber Mehl unter den Teigling schieben, sodass er nicht anklebt.
  • Auf der Oberfläche des Teigs Mehl aufstreuen und verstreichen.
  • Jetzt jeweils eine Seite nach innen klappen und dann den Teigling leicht drehen. D.h. ringsherum die Seiten mit einer Hand nach innen falten, mit der anderen dann festhalten. Wenn etwas Spannung in der entstehenden Teigkugel ist, diese mit einem Schwung umdrehen.
  • Dann die Teigkugel etwas auf Spannung zu sich heranziehen mit der flachen Hand. Siehe Anleitung unten bei den Fotos.
  • Dann wird der Teigling mit dem Schluss nach unten in ein gemehltes Gärkörbchen gelegt.
  • Teigling abdecken und vor Zugluft schützen.
  • ca. 2 Stunden Reife (Stückgare) im Raum, Teigling vergrößert sich dabei noch einmal (ca. +30 bis 35%) in dieser Stückgare.
  • Der Ofen wird 40 Minuten vor dem Backen (siehe auch Zeitplan oben) auf 250 Grad O/U-Hitze aufgeheizt, mit Backstein und Schwader für den Dampf (auch Topf geht).
    D. h., nach dem Formen habe ich ca. 1:20 Stunden gewartet und dann den Ofen eingeschaltet.
  • Teigling auf den heißen Backstein stürzen.
  • Backstein: 10min bei 250° unter Dampf backen.
  • Backstein: 55min bei 200° backen ohne Dampf (kurz ablassen, ca. 20 bis 30 Sekunden).
  • Mit 95 Grad+ Kerntemperatur ist das Brot durchgebacken.
  • Brot auf einem Rost abkühlen lassen.
  • Fertig!

Teig in der Kesselgare

Teig nach dem Kneten

Hier siehst du Schritte, wie Brote rustikal geformt werden (längere Anleitung zum rustikalen Krusten-Aufriss findest du hier):

Und auch als Beispielvideo: So wie dieses andere Brot habe ich auch das haltbare Brot „Chuck“ geformt:

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Autor:
René Dasbeck

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Verwendete Brotback-Helferlein

Die folgenden Utensilien habe ich bei diesem Rezept verwendet. Hier findest du alle Utensilien, die ich für's Brot-Backen verwende:

  • Bild für Brotback-Utensilie: Dauerbackfolie
  • Bild für Brotback-Utensilie: Gärkorb
  • Bild für Brotback-Utensilie: Teigkarte
  • Bild für Brotback-Utensilie: Backstein
  • Bild für Brotback-Utensilie: Schwader
  • Bild für Brotback-Utensilie: Teigwanne
  • Bild für Brotback-Utensilie: Küchenwaage
  • Bild für Brotback-Utensilie: Auskühlgitter
  • Bild für Brotback-Utensilie: Mehlstreuer
  • Bild für Brotback-Utensilie: Trennspray
  • Bild für Brotback-Utensilie: Schüsselhauben
  • Bild für Brotback-Utensilie: Brotbeutel
  • Bild für Brotback-Utensilie: Teiglappen
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Artikel zuletzt aktualisiert am 16. April 2026 von
Hier findest du Quellennachweise
* Ich empfehle unter anderem Produkte bei Amazon, die ich selber als Utensilien für das Backen meiner Brote verwende. Wenn du über meine Links etwas kaufst, erhalte ich dort eine kleine Provision. Das unterstützt mich dabei, meinen Brot-Blog weiterführen zu können. Wenn du das nicht möchtest, kannst du die Produkte natürlich auch direkt über Amazon suchen, ohne auf meine Links zu klicken. Oder noch besser: Du kaufst im stationären Handel. Das würde mich genauso freuen. Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen.
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Über mich

Mein Name ist René und eigentlich würde ich mich niemals selbst als Bäcker bezeichnen. Aber für meine Familie bin ich „der Bäcker“. Und weil mir das Backen von Brot unendlich Freude bereitet, versuche ich hier für mich und andere eine Sammlung an Brotback-Wissen und vielen Rezepten zu schaffen. Viel Spaß damit!

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