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Joghurt-Hefebrot mit Übernachtgare im Kühlschrank

Das Guten Morgen-Joghurtbrot mit Leinsamen

Dieses Joghurtbrot mit Leinsamen wird abends vorbereitet und morgens frisch gebacken. Joghurt macht die Krume locker und saftig, Leinsamen sorgen für leichten Biss. Kein Stress am Morgen, kein Knet-Drama gleich nach dem Aufstehen – ein unkompliziertes Brot, das spätestens zum Spätstück Spaß macht.

Schwierigkeit: Anfänger Direkt zum Rezept

Das ist nicht mein erstes Joghurtbrot hier im Blog. Weil Joghurt sich einfach super für Brote eignet und ein ganz eigenes Feeling bringt. Joghurtbrote sind mild-säuerlich, geben der Krume durch den Fettanteil eine gewisse Substanz und Leichtigkeit zugleich. Joghurtbrote sind fein und weich. Richtig toll für Sandwiches, Kinder lieben es als Brotzeit-Brot. Erwachsene auch.

Wie schmeckt Joghurtbrot?

Joghurt bringt gebundenes Wasser + Fett mit. Das hält die Krume weich, fast "cremig". Joghurtbrot hat einen mild-milchigen, leicht säuerlichen Geschmack (nicht zu stark).

Kann man Joghurtbrot lange lagern?

Ja, die Krume bleibt durch den Joghurt mehrere Tage saftig. Das Fett erhöht die Haltbarkeit.

Wie viel Joghurt sollte man bei einem Joghurtbrot verwenden?

Du kannst die Wassermenge in einem Brot-Rezept fast immer durch Joghurt ersetzen. Du musst nur bedenken, dass Joghurt nicht zu 100% aus Wasser besteht und auch etwas Fett beinhaltet. Das verändert die Mengenangabe und ändert den Charakter des Brots.

Eignet sich Joghurt für Sauerteigbrote?

Ja, durchaus. Hier findest du ein Sauerteigbrot aus meiner Rezept-Sammlung, das mit Joghurt angesetzt wurde:

Ist es egal, welchen Joghurt ich verwende? Also auch veganen?

Ja, grundsätzlich schon. Gegebenenfalls hast du einen unterschiedlichen Fettanteil. Aber üblicherweise sollte das auch mit anderen Joghurts klappen als dem, den ich verwendet habe (4% Fettanteil).

Kann ich das Joghurtbrot auch ohne Kasten backen?

Hier solltest du deinen Teig beobachten. Wenn er nicht zu weich wird, dann ja.

Kann ich das Joghurtbrot auch ohne Kühlschrankgare backen?

Das geht. Einfach formen und reifen lassen, bis der Teig gut aufgegangen ist. Dann backen. Der Geschmack und die Krume werden nicht ganz so schön sein, wie bei einem gelungenen Brot mit kalter Übernachtgare. Trotzdem wird es sicher ein tolles Brot.

Wie voll sollte ich die Kastenform füllen?
Die Kastenform sollte etwa zu max. 50-60% Dritteln gefüllt sein, damit der Teig genug Platz hat, um aufzugehen. Füllst du sie zu voll, könnte der Teig beim Backen überlaufen oder an den Rändern reißen.

Verwendete Mehle im Joghurt-Leinsamenbrot

Ich habe Standardmehle verwendet:
Weizenmehl Type 550 (Alternativ: Dinkelmehl Type 630)
Weizenvollkornmehl (Alternativ: Dinkelvollkornmehl)

Mein Zeitplan:

Vortag

14:45 Uhr Hauptteig geknetet
15:30 Uhr Teig gedehnt und gefaltet
16:00 Uhr Teig gedehnt und gefaltet
16:30 Uhr Teig gedehnt und gefaltet
17:45 Uhr 3 Teile abgestochen, rund geformt, in Kastenform gelegt
18:00 Uhr Kastenform in Kühlschrank gestellt

Backtag

08:00 Uhr Ofen eingeschaltet
08:45 bis 09:40 Uhr gebacken

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Rezept

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Ergebnis

ca. 930g Brot

Zubereitungszeit

🕒

Region

Deutschland

Frischehaltung

Hält 2 bis 3 Tage frisch

Symbolbild: Zur Druckversion Rezept drucken
Dieses Brot habe ich in der Kastenform gebacken.
Alles übers Brotbacken in der Kastenform liest du hier und auch, welche Kastenformen ich so verwende. Ich habe hier mit einer beschichteten Stahl-Kastenform* gebacken. Sie hat eine Größe von 21 x 12 x 11.7 cm und ist für 450 bis 1000g Brote (je nach Teigvolumen) geeignet:

Kastenform von Monfish
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Zutaten

  • 400g Weizenmehl Typ 550
  • 100g Weizenvollkornmehl
  • 50g Leinsamen ganz
  • 300g Joghurt kalt 4%
  • 140g Wasser
  • 12g Salz
  • 2.5g frische Hefe
  • 20g Bassinage / Reservewasser

Hinweis, damit der Teig nicht zu weich wird: Es macht Sinn die Wassermenge immer etwas vorsichtiger zu dosieren, wenn nicht genau die gleichen Mehle verwendet werden, die ich verwendet habe. Ich versuche schon durch "Reservewasser" einen gewissen Faktor herauszurechnen, dennoch kommt es immer wieder vor, dass mal Teige beim Nachbacken zu weich werden. Lieber zu Beginn nochmal 20g weniger Wasser nehmen und später dann dazugeben. Vor allem dann, wenn man am Anfang der BäckerInnen-Karriere steht. :)

Hinweis zu Knetzeiten: Bitte beachte, dass hier angegebene Knetzeiten bei dir variieren können. Ich gebe hier die Knetdauer mit meiner Knetmaschine an. Mit anderen Maschinen und unterschiedlichen Parametern (Temperaturen, finale Wassermenge, Mehlsorte) können die Knetzeiten abweichen. Bitte achte eher auf Teigkonsistenzen, als auf meine Zeitangaben zur Knetdauer.

Hinweis zum Backen: Solange ich nichts Gegenteiliges angebe, bitte immer Ober- und Unterhitze verwenden!

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Zubereitung

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Vortag

Hauptteig (bei mir: 14:45 bis 15:00 Uhr)
400g Weizenmehl Typ 550
100g Weizenvollkornmehl
50g Leinsamen ganz
300g Joghurt kalt 4%
140g Wasser 36 Grad (im Sommer kaltes Wasser nehmen)
12g Salz
2.5g frische Hefe
20g Bassinage/Reservewasser (Was ist Bassinage?)

  • Die Hefe im Joghurt und Wasser gut einrühren.
  • Dann das Mehl und die Leinsamen hinzugeben und auf niedriger Stufe kneten für ca. 6-7 Minuten. Der Teig sollte homogen und einigermaßen dehnbar werden.
  • Dann kommt das Salz hinzu und du knetest für weitere 2-3 Minuten auf etwas höherer Stufe, bis der Teig wieder gut abgebunden hat.
  • Sollte dein Teig zu fest sein, kannst du zum Schluss tröpfchenweise noch etwas Wasser nachschütten (Bassinage) und einkneten, bis die Konsistenz für dich passt.
  • Mein Teig hatte eine Temperatur von 25° und reifte dann in einer leicht geölten Teigwanne abgedeckt für ca. 2:45 Stunden bei ungefähr 21.5 Grad.
    (Wenn viel wärmer der Raum, dann reift der Teig schneller. Auch wenn der Teig wärmer ist. Wenn Raum oder Teig kühler sind, reift der Teig ggfs. etwas länger. Der Teig sollte sich ca. 80-100% vergrößern, aber nicht instabil werden, dann schnell weiterverarbeiten.)
  • Während der Reife: Bei 30, 60 und 90 Minuten wird der Teig gedehnt und gefaltet. Wobei bei 90 Minuten eher nur noch sanft gedehnt und gefaltet wird, wenn der Teig schon sehr straff sein sollte (Coil Fold).
  • Dann (siehe Zeitplan oben) kannst du deine Kastenform vorbereiten: Gut einfetten (ich nehme immer Trennspray, siehe unten).
  • Dann wird der Teig auf die leicht gemehlte Arbeitsplatte gegeben. Du stichst 3 gleich große Stücke ab (kannst du abwiegen oder ungefähr abmessen).
  • Jeder dieser Teiglinge wird rund geformt und kommt dann mit dem Schluss nach unten in die Kastenform, nebeneinander. Du siehst im Video, wie ich das gemacht habe.
  • Danach kommt die Kastenform in einen großen Gefrierbeutel (10L). Beutel aufblasen und verschließen. Siehe Foto unten.
  • So kommt dann das Ganze in den 5-6 Grad kühlen Kühlschrank bis zum nächsten Morgen.

Backtag

  • 45 Minuten bevor gebacken wird (morgens oder mittags), muss der Ofen auf 240° O/U-Hitze aufgeheizt werden. Einen Schwader für Dampf dazustellen. Wenn kein Stein vorhanden, dann zumindest 20 Minuten ein Backblech aufheizen (ich habe auf Blech gebacken).
  • Du kannst die Teiglinge einschneiden wie ich (Kreuz 0.75cm tief) oder, wenn du sicher bist, bis zur vollen Gare warten. In der vollen Gare reißt der Teig nicht mehr unkontrolliert auf und die Kruste wird oben glatt. In der knappen Gare ist noch viel Spannung im Teig, da wäre ein Schnitt besser. Volle Gare erkennst du daran, wenn der Teigling oben schon recht weich und wollig ist.
  • (Du kannst auch mit Deckel backen, dann ist das Bedampfen nicht nötig)
  • Kasten in den Ofen stellen, direkt auf 200 Grad herunterschalten und ca. 60ml Wasser im Schwader verdampfen.
  • 10 Minuten unter Dampf backen lassen.
  • Ofen kurz öffnen und dadurch den Dampf für 30 Sekunden ablassen.
  • Weitere 40-50 Minuten backen.
  • (Sollte die Kruste zu dunkel werden, dann mit etwas Alufolie abdecken und/oder etwas herunterschalten)
  • Gerne mit einem Thermometer (Beispiel bei Amazon; Partnerlink*) die Kerntemperatur messen, die bei 96+ Grad liegen sollte.
  • Kasten aus dem Ofen nehmen, Brot aus dem Kasten nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen.
  • Fertig!

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Autor:
René Dasbeck

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Verwendete Brotback-Helferlein

Die folgenden Utensilien habe ich bei diesem Rezept verwendet. Hier findest du alle Utensilien, die ich für's Brot-Backen verwende:

  • Bild für Brotback-Utensilie: Getreidemühle
  • Bild für Brotback-Utensilie: Küchenmaschine
  • Bild für Brotback-Utensilie: Kastenform
  • Bild für Brotback-Utensilie: Gärkorb
  • Bild für Brotback-Utensilie: Brotmesser
  • Bild für Brotback-Utensilie: Teigkarte
  • Bild für Brotback-Utensilie: Backstein
  • Bild für Brotback-Utensilie: Schwader
  • Bild für Brotback-Utensilie: Teigwanne
  • Bild für Brotback-Utensilie: Küchenwaage
  • Bild für Brotback-Utensilie: Auskühlgitter
  • Bild für Brotback-Utensilie: Mehlstreuer
  • Bild für Brotback-Utensilie: Trennspray
  • Bild für Brotback-Utensilie: Schüsselhauben
  • Bild für Brotback-Utensilie: Brotbeutel
  • Bild für Brotback-Utensilie: Teiglappen
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Artikel zuletzt aktualisiert am 29. Januar 2026 von
Hier findest du Quellennachweise
* Ich empfehle unter anderem Produkte bei Amazon, die ich selber als Utensilien für das Backen meiner Brote verwende. Wenn du über meine Links etwas kaufst, erhalte ich dort eine kleine Provision. Das unterstützt mich dabei, meinen Brot-Blog weiterführen zu können. Wenn du das nicht möchtest, kannst du die Produkte natürlich auch direkt über Amazon suchen, ohne auf meine Links zu klicken. Oder noch besser: Du kaufst im stationären Handel. Das würde mich genauso freuen. Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen.
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Über mich

Mein Name ist René und eigentlich würde ich mich niemals selbst als Bäcker bezeichnen. Aber für meine Familie bin ich „der Bäcker“. Und weil mir das Backen von Brot unendlich Freude bereitet, versuche ich hier für mich und andere eine Sammlung an Brotback-Wissen und vielen Rezepten zu schaffen. Viel Spaß damit!

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