Weizen-Toasties / English Muffins selber backen

Leckere Toast-Brötchen mit Hefe

Toast gibt es bei uns zu Hause kaum mehr seitdem ich viel Brot backe. Aber diese Toast-Brötchen (Toasties) müssen ab und zu auf den Tisch, damit es keinen Aufstand in der Familie gibt. Ideal fürs Frühstück und sehr gut einzufrieren, damit man immer welche parat hat.

Toast-Brötchen kennst du sicher aus dem Supermarkt. Sie sind schon fertig gebacken und in der Mitte geteilt und werden, wie normaler Toast, einfach schnell in den Toaster geworfen und fertig ist das leckere Frühstück. Du kannst sie natürlich auch als Grill-Brot oder mit Käse überbacken oder als eine Art Sandwich servieren. Sie sind mit Hefe recht schnell und einfach zubereitet und in der Pfanne ausgebacken. Du kannst diese ursprünglichen englischen Muffins auch auf Vorrat backen und dann einfrieren.

Grundsätzlich ist das Prozedere hier gar nicht schwer: Du setzt einen typischen Brotteig an und lässt diesen fertig reifen. Genauer beschreibe ich dir das weiter unten. Dann breitest du den Teig auf der sehr gut gemehlten Arbeitsplatte auf 2cm Dicke aus und lässt den Teig noch eine knappe halbe Stunde bis Stunde gehen. Danach stichst du mit einer Tasse mit geöltem Rand die Teiglinge aus und hebst sie mit einem Pfannenwender in die heiße Pfanne mit geklärter Butter. Nach 3 Minuten wird gewendet und etwas platt gedrückt und nochmal 3 Minuten gebacken. Fertig sind deine Toasties. Einfach oder?

Alternativ kannst du auch Brötchen rundschleifen und dann platt drücken. Ich hab's versucht...das bringt das gleiche Ergebnis.

Als Vorteig benötigst du keinen Sauerteig, sondern nur Mehl, Wasser und Hefe. Durch den Vorteig brauchst du viel weniger Hefe und der Geschmack wird aromatischer. Mit viel Hefe könnte man zwar auch arbeiten, aber dann sind die Toasties weniger bekömmlich. Brot backen mit wenig Hefe ist immer die bessere Variante!

Übrigens: Es macht Spaß das Ganze mit Kindern zusammen zu machen. Mich hat Lucy tatkräftig unterstützt. Und jetzt auf zum eigentlichen Rezept...

Mein Zeitplan

Vortag

20:00 Uhr Vorteig ansetzen

Backtag

11:30 Uhr Teig angesetzt
12:00 Uhr Dehnen und Falten
12:30 Uhr Dehnen und Falten
13:00 Uhr Dehnen und Falten
16:00 Uhr auf 2cm Dicke ausbreiten
17:00 Uhr Ausstechen und Backen

Ergebnis

ca. 10-14 Toasties

Zubereitungszeit

🕒

Region

Deutschland, England

Frischehaltung

Hält 2 bis 3 Tage frisch

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Zutaten

  • 550g Weizenmehl Typ 550
  • 250g Weizenmehl Typ 1050
  • 540g Wasser
  • 10g Bassinage/Reservewasser
  • 4g Hefe
  • 14g Salz
  • 50g Butter
  • etwas Rapsöl

Zubereitung

Menge ergibt 10 bis 14 Toasties, je nachdem wie groß du sie ausstichst

Vortag

Vorteig (bei mir: 20 Uhr)
200g Weizenmehl Typ 550
200g Wasser
1g Hefe
Wasser mit Hefe vermengen und dann das Mehl einrühren. 3 Stunden im Raum anspringen lassen, dann in den Kühlschrank stellen oder aber über Nacht im Raum stehen lassen.

Backtag

Hauptteig (bei mir: 11:30 Uhr)
400g Vorteig
250g Weizenmehl Typ 1050
350g Weizenmehl Typ 550
340g Wasser
14g Salz
10g Bassinage/Reservewasser
3g Hefe
50g Butter
etwas Rapsöl

  • Die restliche Hefe und den Vorteig im Wasser auflösen. Du kannst auch auf die Resthefe verzichten, wenn dein Vorteig richtig gut aufgegangen ist. Evtl. reift dein Teig dann aber etwas länger.
  • Alle weiteren Zutaten bis auf das Salz und das Reservewasser dazugeben. 
  • 10 Minuten in der Küchenmaschine verkneten (7 Minuten Stufe 1, dann Stufe 2), Salz zum Schluss die letzten 3 Minuten erst einkneten. 
  • Falls der Teig noch recht fest ist, könnt ihr zum Schluss noch Reservewasser tröpfchenweise einkneten.
  • Teigtemperatur sollte bei ca. 23 bis 25° liegen, wenn deutlich wärmer oder kälter, verkürzt oder verlängert sich die folgende Reifezeit.
  • ca. 4-5 Std. Stockgare bei ca. 23° Raumtemperatur in einer leicht geölten abgedeckten Teigwanne. Der Teig muss sich gut verdoppelt haben und Luftbläschen zeigen.
  • Bei 30, 60, 90 min Dehnen und Falten des Teigs um Sauerstoff einzuarbeiten.
  • Teig auf die gut gemehlte Arbeitsplatte geben.
  • Mit bemehlten Fingern den Teig auf ca. 2cm Dicke ausbreiten indem du ihn von der Mitte aus etwas nach außen drückst. Aber nicht zu viel Luft herausdrücken. Du kannst auch ein Küchentuch oder Leinentuch nehmen und gut bemehlen, damit auch ja nix anklebt. Ansonsten verlieren die Teiglinge nach dem Ausstechen etwas ihre Form. Bei mir hat es mit ausreichend griffigem Mehl auf der Arbeitsplatte funktioniert.
  • Teig unter einem Küchentuch bis zu 1 Stunde nochmal leicht aufgehen lassen.
  • Währenddessen die Butter klären. Dazu die Butter erhitzen und dann durch ein feinmaschiges Sieb in einen anderen kleinen Topf oder tiefen Teller schütten.
  • Nun etwas Öl (zB Rapsöl) auf einen Teller geben. 
  • Eine Tasse mit ca. 9 bis 11cm Durchmesser kurz in das Öl tunken und dann am Rand des Teigs einen runden Teigling ausstechen.
  • Die abgestochenen Ränder entfernen und mit einem Pfannenwender den Teigling vorsichtig in Richtung leicht gebutterte (am besten mit einem Pinsel leicht einbuttern mit der geklärten Butter) Pfanne tragen und dort dann hineinlegen.
  • Bei 3/4 höchster Stufe auf einer Seite 3 Minuten goldbraun backen. 
  • Dann die Oberseite mit etwas geklärter flüssiger Butter leicht einpinseln und umdrehen.
  • Mit dem Pfannenwender etwas platt drücken, damit der Toasty nicht zu hoch wird.
  • Weitere 3 Minuten goldbraun auf der anderen Seite backen. 
  • Je höher, desto länger muss der Toasty backen, damit er durch ist.
  • An den Seiten ist der Toasty schön weich und hell.
  • Den fertigen Toasty auf einem Rost abkühlen lassen.
  • In einer großen Pfanne kannst du 3 bis 4 Toasties gleichzeitig backen.
  • Getoastet werden die Toasties dann aufgeschnitten mit einer Hälfte in einem Schlitz des Toasters.

Die Toast-Brötchen werden 3 Minuten auf jeder Seite goldbraun ausgebacken

Der Teigling vor dem Backen in der geklärten Butter

Ausgestochene Teiglinge.

So hat Lucy die Teiglinge ausgestochen.

Teig nach der Reife und bevor er auf 2cm Dicke ausgebreitet wurde. Ich habe griffiges Mehl verwendet.

Teig direkt nach der Reifezeit. Man sieht deutlich die Luftbläschen, die den Teig durchziehen.

Teig direkt nach dem Kneten in der Teigwanne. Er geht nun in die Stockgare.

So sah mein Teig direkt nach dem Kneten aus.

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Verwendete Brotback-Helferlein

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Artikel zuletzt aktualisiert am 28. April 2021 von
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„Der Bäcker“

Mein Name ist René und eigentlich würde ich mich niemals selbst als Bäcker bezeichnen. Zu viel Respekt habe ich vor diesem Berufsstand und davor welche Anforderungen Mitglieder dieser Zunft täglich stemmen müssen. Aber für meine Familie bin ich „der Bäcker“. Selbst, wenn auch mal ein Brot misslingt. Hier findest du meine Lieblingsrezepte.

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