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Weizenbrot mit 60% Sauerteig-Anteil

Das 60% Sauerteigbrot

Ein One-Day-Bake mit richtig viel Sauerteig ist dieses Weizenbrot. Trotz der Sauerteigmenge ist es nicht zu sauer, was an der besonderen Führung des Sauerteigs liegt. In nicht einmal 10 Stunden hast du ein richtig gutes Sauerteig-Brot gebacken. Morgens angesetzt, abends verputzt.

Schwierigkeit: Mittel Direkt zum Rezept

Wie viel Sauerteig in einem Brot ist eigentlich zu viel? So einfach lässt sich das nicht beantworten. Weil es, wie so oft, "darauf ankommt". Es kommt zum Beispiel darauf an, wie sehr du gewisse Säurenoten im Brot magst. Es kommt auch auf die Brot-Sorte an. Ein Roggenbrot hat in der Regel mehr Sauerteig-Anteil. Es kommt aber vor allem darauf an, wie ein Sauerteig geführt wird und wie lange und bei welcher Temperatur er reift...

Wieso reift der Sauerteig warm und so kurz bei diesem Brot?

Es ist nämlich so: Ein Sauerteig der lange Zeit hat zu reifen, der wird sauer. Je länger die Reife ist, desto mehr Essigsäure wird durch die Milchsäurebakterien produziert und desto saurer wird das Brot. Weil eine lange Reifezeit nur bei niedrigeren Sauerteig-Temperaturen oder Raum-Temperaturen möglich ist (weil ansonsten der Sauerteig schnell überreif werden würde), werden zB über Nacht reifende Sauerteige mit relativ wenig Anstellgut angesetzt. Die Menge an Sauerteig wird reduziert, damit die Säureentwicklung nicht zu früh beginnt und über die lange Reifezeit gestreckt wird. Nichtsdestotrotz sind lange reifende Sauerteige immer mit einer gewissen prägnanten Säurenote versehen.

Bei diesem Brot wird daher genau anders vorgegangen: Der Sauerteig wird mit viel Anstellgut und bei warmen Temperaturen zur Reife gestellt. Er reift innerhalb von 2,5 Stunden bis zum Peak und hatte in dieser Zeit und bei dieser Temperatur wenig Zeit Säuren (vor allem keine Essigsäuren) zu entwickeln. Ein mild-saurer Sauerteig ist ideal für Brote mit viel Sauerteig-Anteil, so wie hier. 60% eines sehr sauren Sauerteigs in ein Brot zu geben, wäre zu viel des Guten und der Geschmack dann am Ende nicht mehr harmonisch.

Was bewirkt Hartweizenmehl im Sauerteigbrot?

Wenn du Hartweizenmehl (z. B. aus Durum) anteilig zu normalem Weizenmehl gibst, verändert sich das Brot in mehreren Punkten: Die Krume bekommt eine leicht gelbliche bis goldene Farbe durch die Carotinoide im Hartweizen, und das Aroma wird etwas nussiger, kerniger und mediterraner - ähnlich wie bei italienischem Pane oder Pasta. Die Krume wird oft etwas fester und leicht bissiger, da das Klebereiweiß im Hartweizen zwar viel, aber weniger dehnbar ist als beim Weichweizen. Das kann die Teigstruktur dichter machen, besonders wenn der Hartweizenanteil hoch ist. Insgesamt bekommt das Brot mehr Charakter, etwas auf Kosten der Softness der Krume.

Verwendete Mehle

Ich habe hier verwendet:

Weizenmehl Tipo 00 (Pizzamehl) = Alternative (ein backstärkeres Weizenmehl Typ 550)
Weizenmehl Tipo 2 = Alternative (ein gutes Weizenmehl Typ 1050)
Hartweizenmehl

Wo ich meine Mehle beziehe (vor allem die backstarken), liest du hier.

Wieso kommt das Brot nochmal in den Gefrierschrank?

Dieser Schritt ist optional. Der Sinn dahinter ist, dass der Teig im Gefrierschrank stabil und fester wird und sich dann später besser einschneiden lässt. Das ist im Prinzip nur eine Hilfestellung bei weicheren Teigen, die einfach genutzt werden kann. Musst du aber nicht, wenn du das Gefühl hast, dass dein Teig super stabil ist und du die Erfahrung hast das einschätzen zu können.

Wie fit sollte mein Sauerteig-Anstellgut sein?

Schon recht fit, weil hier im Brot keine Hefe verwendet wurde. Für eine schöne Krume, eine gute Fermentation, sollte der Sauerteig sehr fit sein und häufig vorab gefüttert werden. Wenn dem nicht so sein sollte, kannst du mit etwas "Schisser-Hefe" nachhelfen.

Mein Zeitplan

Backtag

08:00 Uhr Sauerteig angesetzt
10:35 bis 10:45 Uhr Hauptteig geknetet
11:15 Uhr Teig gedehnt und gefaltet
11:45 Uhr Teig gedehnt und gefaltet
12:15 Uhr Teig gedehnt und gefaltet
15:00 Uhr Teig vorgeformt/Preshaping
15:20 Uhr Teig geformt
15:25 Uhr Teig in Gärkorb gelegt
16:10 Uhr Ofen eingeschaltet
16:15 Uhr Teigling in Gärkorb in Gefrierschrank gestellt
16:45 bis 17:35 Uhr backen

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Rezept

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Ergebnis

840g Brot

Zubereitungszeit

🕒

Region

keine spezielle Region

Frischehaltung

Sollte schnell gegessen werden

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Zutaten

  • 100g Sauerteig aus Kühlschrank (max. 1 Tag alt, sollte fit sein)
  • 200g Weizenmehl Tipo 2(Alternative siehe oben)
  • 100g Hartweizenmehl
  • 200g Weizenmehl Tipo 00 (Alternative siehe oben)
  • 350g Wasser
  • 11g Salz
  • 35g Bassinage/Reservewasser
  • (ggfs. 1g frische Hefe)

Hinweis, damit der Teig nicht zu weich wird: Es macht Sinn die Wassermenge immer etwas vorsichtiger zu dosieren, wenn nicht genau die gleichen Mehle verwendet werden, die ich verwendet habe. Ich versuche schon durch "Reservewasser" einen gewissen Faktor herauszurechnen, dennoch kommt es immer wieder vor, dass mal Teige beim Nachbacken zu weich werden. Lieber zu Beginn nochmal 20g weniger Wasser nehmen und später dann dazugeben. Vor allem dann, wenn man am Anfang der BäckerInnen-Karriere steht. :)

Hinweis zu Knetzeiten: Bitte beachte, dass hier angegebene Knetzeiten bei dir variieren können. Ich gebe hier die Knetdauer mit meiner Knetmaschine an. Mit anderen Maschinen und unterschiedlichen Parametern (Temperaturen, finale Wassermenge, Mehlsorte) können die Knetzeiten abweichen. Bitte achte eher auf Teigkonsistenzen, als auf meine Zeitangaben zur Knetdauer.

Hinweis zum Backen: Solange ich nichts Gegenteiliges angebe, bitte immer Ober- und Unterhitze verwenden!

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Zubereitung

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Sauerteig sollte fit sein, da keine Hefe verwendet wird. Daher idealerweise die 2-3 Tage zuvor immer wieder auffrischen. Ansonsten 1g „Schisser“-Hefe dazugeben.

Endlich Sauerteig verstehen

Sauerteig wirkt kompliziert - bis ihn dir jemand verständlich erklärt. Mein Guide führt dich Schritt für Schritt vom ersten Sauerteig-Ansatz bis zum eigenen Brot.

Zum Sauerteig-Guide

Backtag

Sauerteig (bei mir: 8 Uhr)
100g Sauerteig vom Vortag aus Kühlschrank 
200g Weizenmehl Tipo 2 (Alternative siehe oben)
100g Hartweizenmehl
240g Wasser ca. 32 Grad 
Anstellgut in einem hohen Gefäß (z.B. Einmachglas) im Wasser auflösen, Mehl einrühren und abgedeckt an einem warmen Ort (ca. 28 bis 30 Grad; zB auf einem WLAN Router) reifen lassen.
 
Hauptteig (bei mir: 10:35 bis 10:45 Uhr)
Sauerteig
200g Weizenmehl Tipo 00 (Alternative siehe oben)
110g Wasser
11g Salz
35g Bassinage / Reservewasser (was ist das?)
  • Den Sauerteig in das Wasser einrühren. Dann das Mehl zugeben und 5-6 Minuten auf niedriger Stufe verkneten, bis der Teig abgebunden hat und geschmeidig wirkt.
  • Dann das Salz einkneten auf höherer Stufe, solange bis der Teig wieder gut abgebunden hat und geschmeidig und dehnbar ist. 
  • Gegebenenfalls noch das Reservewasser/Bassinage zum Schluss tröpfchenweise einkneten, wenn der Teig noch nicht geschmeidig und evtl. noch zu fest ist. Aufhören, wenn Teig zu weich wird. Ich habe max. 10 Minuten geknetet, kann bei dir aber variieren.
  • Teig sollte die Fensterprobe bestehen und somit gut dehnbar sein. Siehe Foto meines Teigs unten.
  • Mein Teig hatte eine Temperatur von 26 Grad.
  • Teig in eine leicht geölte Teigwanne geben.
  • ca. 4 bis 4,5 Stunden Reife (Stockgare) bei 20.5° Raumtemperatur (je kühler (Teig und/oder Raum), desto länger reift der Teig. Je wärmer (Teig und/oder Raum), desto schneller reift der Teig. Teig muss Luftbläschen aufweisen und sich deutlich vergrößern und kann dann verarbeitet werden. Sollte das schneller passieren, dann früher weitermachen).
  • Während der Stockgare 3x Dehnen und Falten bei 30, 60, 90 Minuten. Infos über Dehnen und Falten
  • Nach der Stockgare (bei mir um 15:00 Uhr) wird der Teig auf eine minimal bemehlte Oberfläche gekippt.
  • Mit der Teigkarte wird der Teig auf Spannung geschoben (Preshaping). Siehe Beispielvideo und Foto unten. 
  • Teig ruht dann unter einem Küchentuch für ca. 20 Minuten.
  • Danach verteilst du etwas Mehl auf der Oberfläche des Teiglings und drehst ihn mit der Teigkarte um.
  • Zieh den Teig etwas aus zu einem Rechteck.
  • Dann wird der Teig zu einem länglichen Batard geformt (Beispielvideo siehe unten) (bei mir um 15:20 Uhr).
  • Verteile etwas Mehl auf die glatte Oberfläche des Teigs und dreh ihn mit Hilfe der Teigkarte um auf deine Handflächen.
  • Drücke die Seiten zusammen und lege so den Teigling in das längliche Gärkörbchen (ich empfehle Holzschliff), welches du vorher etwas gemehlt hast (bei mir um 15:25 Uhr). 
  • Du kannst jetzt nochmal versuchen die Längs-Seiten (und vor allem auch die Enden; für einen sauberen Schluss) etwas auf Spannung zu ziehen.
  • Der Teig reift nun abgedeckt im Gärkörbchen für ca. 50-60 Minuten in der Stückgare. Dabei vergrößert sich der Teigling wieder etwas.
  • Nach ca. 45 Minuten in der Stückgare schaltest du deinen Ofen ein auf 250 Grad Ober-/Unterhitze und stelle einen Schwader für Dampf dazu (Was ist das?). Ich habe auf einem Backstein gebacken, der mit aufgeheizt wurde.
  • Nach der Stückgare habe ich den Teigling im Gärkorb in den Gefrierschrank gestellt, damit er sich stabilisiert. Dort kühlt er ca. 30 Minuten aus, während der Ofen weiter aufheizt.
  • Dann den Gärkorb aus dem Gefrierschrank holen und Teigling auf einen Schieber stürzen.
  • Mit einem Wellenmesser wird einmal auf 1/3 einer Seite schräg längs ca. 0.75cm tief eingeschnitten. Siehe Beispiel-Video unten.
  • Teig kommt so in den Ofen auf den Backstein.
  • Schwaden bzw. bedampfen für 10 Minuten bei 250°.
  • Dampf ablassen und herunterschalten auf 200°.
  • Backen für weitere ca. 40 Minuten.
  • Abkühlen lassen auf einem Rost.
  • Fertig!
  • (Brot kann natürlich auch in einem passenden Brotback-Topf gebacken werden)

Teig nach dem Kneten

Fertig gereifter Sauerteig

So wie dieses Brot habe ich den Teig vorgeformt (Preshape; bei mir um 15:00Uhr)

So wie dieses Brot habe ich länglich zum Batard geformt (bei mir um 15:20 Uhr)

Und so wie hier habe ich eingeschnitten, direkt vor dem Backen

 

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Autor:
René Dasbeck

Bei Fragen melde dich gerne unter:
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Verwendete Brotback-Helferlein

Die folgenden Utensilien habe ich bei diesem Rezept verwendet. Hier findest du alle Utensilien, die ich für's Brot-Backen verwende:

  • Bild für Brotback-Utensilie: Küchenmaschine
  • Bild für Brotback-Utensilie: Topf
  • Bild für Brotback-Utensilie: Challenger Breadpan
  • Bild für Brotback-Utensilie: Dauerbackfolie
  • Bild für Brotback-Utensilie: Gärkorb
  • Bild für Brotback-Utensilie: Brotmesser
  • Bild für Brotback-Utensilie: Teigkarte
  • Bild für Brotback-Utensilie: Backstein
  • Bild für Brotback-Utensilie: Schwader
  • Bild für Brotback-Utensilie: Teigwanne
  • Bild für Brotback-Utensilie: Küchenwaage
  • Bild für Brotback-Utensilie: Auskühlgitter
  • Bild für Brotback-Utensilie: Mehlstreuer
  • Bild für Brotback-Utensilie: Trennspray
  • Bild für Brotback-Utensilie: Schüsselhauben
  • Bild für Brotback-Utensilie: Brotbeutel
  • Bild für Brotback-Utensilie: Teiglappen
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Artikel zuletzt aktualisiert am 28. Mai 2025 von
Hier findest du Quellennachweise
* Ich empfehle unter anderem Produkte bei Amazon, die ich selber als Utensilien für das Backen meiner Brote verwende. Wenn du über meine Links etwas kaufst, erhalte ich dort eine kleine Provision. Das unterstützt mich dabei, meinen Brot-Blog weiterführen zu können. Wenn du das nicht möchtest, kannst du die Produkte natürlich auch direkt über Amazon suchen, ohne auf meine Links zu klicken. Oder noch besser: Du kaufst im stationären Handel. Das würde mich genauso freuen. Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen.
14 Antworten
  1. Georg

    Hi René,
    erst Mal vielen Dank für deine tollen Rezepte und Anleitungen hier… mit deiner Hilfe habe ich meine ersten erfolgreichen Roggenbrote gebacken und auch dieses Weizenbrot hat super funktioniert. Ich hatte es letzten Sommer ein paar Mal versucht, jedoch mit dem Roggenstarter und sehr warmen Raumtemperaturen, da blieb der Teig doch meist sehr klebrig (Fensterprobe: keine Chance), was sich vor allem beim Preshaping und beim finalen Formen gezeigt hat. Lecker wurde es trotzdem. Ich hab nach deiner Anleitung den Roggenstarter nun zu einem Weizenstarter umgezüchtet und es damit gebacken. Der Teig verhält sich ganz anders. Meinst du das liegt daran, dass kein Roggen mit im Teig ist? 100g Starter sind ja auf die Teigmenge gerechnet nicht wenig… Oder lag es vielleicht an der hohen Raumtemperatur? (24-25° C) Da fehlten mir die Erfahrungswerte, inwiefern ich die Gare-Zeiten verkürzen muss.
    Ansonsten hab ich Hartweizenmehl und Weizenmehl 1050 verwendet.
    Dieses Mal hab ich den Starter für’s Brot nicht aus dem Kühlschrank genommen, sondern 35g Starter im Verhältnis 1:1:1 gefüttert und ca. 6 Stunden bis zum Peak arbeiten lassen und dann damit weiter gearbeitet. Und alles mit der Hand geknetet, für die Knetmaschine fehlt mir noch die Erfahrung, richtig einschätzen zu können, wann der Teig fertig ist. Nach der 4,5h Stockgare, Preshaping und Formen kam er dann bei mir über Nacht (ca. 8 Stunden) ins Gärkörbchen in die Stückgare in den Kühlschrank.

    Das Ergebnis war toll, ich frag mich nur, ob du an dem Rezept etwas verändern würdest, wenn man es nicht am gleichen Tag backt sondern noch 8 Stunden Stückgare im Kühlschrank dazu kommt?

    Ich werd es sicherlich noch richtig oft backen, ist mein neuer Favorit! Liebe Grüße

    1. René von brooot.de

      Sieht toll aus. Generell ist es natürlich so, dass jede Stellschraube ein anderes Brot produzieren kann: Anderer Starter, anderes Mehl, andere Mehltype, andere Reifezeiten, andere Reifetemperaturen, etc. Ich würde ein Brot mit 60% Versäuerung vermutlich nicht im Kühlschrank reifen lassen, weil die Gefahr der zu starken Säure gegeben ist. Hier würde ich dann zumindest versuchen, den Sauerteig maximal mild zu erstellen. Und den Kühlschrank bei max 4-5 Grad halten. Ich würde eher auf für die Kühlschrankgare spezifische Rezepte gehen.

  2. Michael

    Hallo Rene, ich finde deine Rezepte wirklich klasse. Bei diesem Rezept muss aufgrund der großen Menge an Sauerteig, der zudem ja eine Temperatur von 28-30 °C hat, und nur eine kleine Menge Schüttwasser im Hauptteig, das Schüttwasser quasi fast aus Eis bestehen, um auf eine Teigtemperatur von 26°C zu kommen. Jedenfalls rechnet dein Schüttwasser-Temperatur Rechner eine Wassertemperatur von 3°C aus, bei einer angenommenen RT von 20°C.

    Ist das so?

    1. René von brooot.de

      Hat dein ST wirklich eine Temperatur von 30 Grad? Und die Frage ist, ob wirklich mit einer Kneterwärmung von 2 Grad zu rechnen ist. Ich vermute nicht, und dann dürfte die Schüttwassertemperatur bei einfach kaltem Wasser aus dem Hahn liegen. So 100% exakt ist der Schüttwasser Rechner in dem Fall leider nicht.

  3. Nicole

    Hallo Rene,
    Das Rezept gefällt mir total gut. Hatte es vorletzte Woche ausprobiert. Kann man hier auch Körner untermischen (Verhältnis gem. deiner Empfehlung und Körner geröstet und gequellt), oder denkst du der Teig geht dann nicht so gut auf? Danke und Grüße

    1. René von brooot.de

      Wenn du den Anteil im Rahmen hältst (zB max. 100g), dann geht es schon noch gut auf. Aber natürlich schlechter als hättest du keine Kerne darin.

  4. Miriam Hermsen

    Hallo Rene‘
    Vorab : Deine Website ist super interessant und umfangreich!! Vielen Dank.
    Ich habe eine Frage zum Rezept: kann man den Weizen auch gegen Dinkelvollkornmehl tauschen?

    Und eine vielleicht naive Anfänger Frage: viele Rezepte sind mit sehr wenig Starter, warum eigentlich? Man hat doch beim füttern des Anstellguts schnell viel zu viel davon, da wäre es doch praktisch, wenn man nicht nur Zum Beispiel 9 g Starter verwendet, sondern 50 g und mehr , wie bei dem Rezept oben,oder?

    Vielen Dank für eine Antwort im Voraus und beste Grüße, Miriam

    1. René von brooot.de

      Hi, hier im Rezept wird backstarkes und teilweise helles Mehl verwendet. Das würde das Brot-Rezept nicht hergeben. Dinkelmehl ist auch deutlich schwächer bezüglich des Teiggerüsts. Ich glaube da machst du dir keine Freude mit dem Tausch. Besser spezielle Dinkelmehl-Brotrezepte nutzen.
      Zum Anstellgut: Wenn du viel mehr nehmen würdest, würde der Sauerteig viel zu schnell aufreifen. Das geht dann gegen die Aromenbildung ist daher selten gewünscht. Außer es wird ein schneller und milder Sauerteig vorausgesetzt. Das macht man meist dann, wenn dann anschließend lange in der kalten Gare gereift wird.

    2. Sarah Nußbaum

      Hallo René,
      erst mal ein großes Lob an dich für diese tolle Seite.
      Ich bin neu ins Brotbacken eingestiegen. Habe bisher deine Weizen-Hefebrote nachgebacken. Das hat super funktioniert. Jetzt möchte ich mich an den Sauerteigbroten probieren.
      Anstellgut habe ich von meiner Schwiegermama übernommen.
      Das stand jetzt eine Woche im Kühlschrank und wurde am Samstag im Verhältnis 1:2:2 gefüttert.
      Wenn ich das Brot hier backen möchte, müsste ich das ASG ja noch mal vorher füttern. Du schreibst ja, dass man fitten Sauerteig maximal 1 Tag alt benutzen sollte. Wie gehe ich da genau vor?
      Ich hätte jetzt am Abend vorher das ASG im Verhältnis 1:1:1 gefüttert. Es eine Stunde im warmen anspringen lassen, es dann über Nacht in den Kühlschrank gepackt und am nächsten Morgen mit deinem Rezept begonnen. Passt das so?
      Danke schon mal.
      Liebe Grüße
      Sarah

  5. Hallo Renè,

    Ich habe das Brot nachgebacken und werde es weiter optimieren, da zum Beispiel das in Form bringen nicht wirklich gut geklappt hat. Und dennoch schmeckt es sehr gut. Das Mehl habe ich mit 300 g frisch gemahlenem Weizen und 200 g
    1050 ersetzt. Dadurch ist es eben dunkler. Trotzdem hat die angegebene Wassermenge ausgereicht.
    Eine Kaffeespende hab ich dagelassen und freue mich auf weitere ausprobieren.

    Grüße Martina

    1. René von brooot.de

      Ja, das mit dem Formen ist so eine Übungssache. Immer wieder backen und dabei den Teig immer besser bearbeiten. Danke dir! 🙂

  6. Wiete Arndt

    Huhu Rene, ich weiß, meine Frage hat nicht explizit mit diesem Rezept zu tun. Ich habe schon mehrfach den Versuch unternommen, deinen Newsletter zu abonnieren. Immer wird es abgelehnt (Siehe Screenshot im Anhang). Vielleicht bin ich ja auch irgendwie schon registriert, aber da kommt nie eine Email an auch nicht im Spam-Ordner. Woran kann das liegen?
    Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Wiete

    1. René von brooot.de

      Hi, ich hatte mal eine Zeit in der ich sehr viel SPAM über AOL Mailadresse bekommen habe, da habe ich kurzerhand das System so eingestellt, dass kein AOL mehr erlaubt ist. Wenn du eine andere Mailadresse noch hättest, würde es sicher gehen. Danke dir.

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Bild von René Dasbeck

Über mich

Mein Name ist René und eigentlich würde ich mich niemals selbst als Bäcker bezeichnen. Aber für meine Familie bin ich „der Bäcker“. Und weil mir das Backen von Brot unendlich Freude bereitet, versuche ich hier für mich und andere eine Sammlung an Brotback-Wissen und vielen Rezepten zu schaffen. Viel Spaß damit!

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