Rezept von www.brooot.de

Rene's etwas gesündere Variante des FDDB

Friss dich dumm Brot 2.0

Das bei Brotback-Einsteiger sehr beliebte „Friss dich dumm Brot“ in einer gesünderen Variante. Mit weniger Hefe, weniger Bauchschmerzen bei empfindlichen Leuten und mehr Aroma. Dabei bleibt das Rezept immer noch sehr einfach und für Anfänger geeignet.

Das "Friss dich dumm Brot" habe ich schon lange auf dem Schirm gehabt, weil es wirklich sehr viele Brotback-Einsteiger backen. Gerade in der Szene um Pampered Chef® und Thermomix® ist das Rezept sehr weit verbreitet und beliebt.

Beim Blick auf das Rezept wollte ich es aber nicht so backen, wie ursprünglich vorgesehen. Mit knapp einem 3/4 Würfel Hefe auf 1000g Mehl deutlich zu viel Triebmittel für meinen Geschmack im Brot, was in der Regel dazu führt, dass es nicht sonderlich gut verträglich ist (mal ganz abgesehen vom ausgeprägten Hefegeschmack). Auf Facebook habe ich auch Hinweise von manchen BäckerInnen gelesen, die darauf hingewiesen haben, dass sie selber oder ihre Partner Probleme mit der Verdauung bekommen haben, wenn sie das Brot häufig gebacken und verzehrt haben. Der Grund ist einfach: Es gibt einige Menschen mit Hefeunverträglichkeit. Dazu kommt noch, dass das Brot durch die viele Hefe viel zu schnell reift und somit die sogenannten FODMAPS nicht abgebaut werden bevor es gebacken wird.

FODMAPS sind bestimmte Zuckerarten, die der Körper schlecht verdauen kann. Erst durch eine längere Reifezeit von Brotteigen werden diese Zucker von den Hefen abgebaut. Nach 1 Stunde Reife (die Zeit, die in einigen FDDB Rezepten als die max. Reifezeit angegeben ist) sind die FODMAPS am häufigsten vorhanden, nach 4 Stunden nur noch 10% davon. Das heißt, je mehr Hefe, desto kürzer die Reifezeit, desto mehr FODMAPS , desto schlechter verträglich, desto mehr Bauchschmerzen, Darmbeschwerden, ...

Zwischen all dem theoretischen Gedöns, kurz ein Blick auf das Brot im Anschnitt:

Du siehst, worauf ich hinaus will: Das ursprüngliche Rezept für das "Friss dich dumm Brot" ist super für Einsteiger gedacht, weil es einen schnellen und recht einfachen Einstieg in die Erstellung eines Brots mit einem gewissen Maß an "Gelinggarantie" bringt. Aber: Die Zeit in der der Brotteig reift ist einfach viel zu kurz um das Brot am Ende auch gut verträglich zu machen. Wer damit bisher keine Probleme hatte, hat schlicht Glück, dass er oder sie nicht sehr empfindlich darauf reagiert. Das heißt aber auch noch lange nicht, dass das Brot deshalb für diese Glücklichen nicht trotzdem weniger gesund ist als ein gut zubereitetes Brot.

Übrigens: Ein offenes Geheimnis, in dass Bäcker relativ schnell eingeweiht werden, ist das längere Reifezeiten am Ende auch immer mehr Geschmack liefern. Erst durch lange Reifezeiten entwickeln sich Aromen im Brot. Vor allem Übernachtgaren sind toll und heben Brote auf ganz andere Levels. Und das auch bei reinen Hefebroten, nicht nur bei den noch viel besser schmeckenden Sauerteigbroten.

FDDB länger reifen lassen für mehr Verträglichkeit und Geschmack

Lange Rede kurzer Sinn: Backe das FDDB lieber mit weniger Hefe und lasse es länger reifen. Das reicht schon aus, damit es viel besser verträglich wird und sogar noch besser schmeckt. Hier in meinem Rezept habe ich die Hefemenge auf 5g gesenkt, was dazu führt, dass die Reifezeit bei ca. 4 bis 5 Stunden liegt. Genug Zeit die FODMAPS abzubauen. Du kannst noch weniger Hefe nehmen und das Brot dann auch 8 bis 10 Stunden im Raum reifen lassen. Je länger desto besser. Wichtig ist nur, dass der Teig nicht zu reif wird. D.h. wenn sich schon Luftlöcher (und keine Luftblasen) an der Oberfläche bilden, sollte schleunigst der Teig geformt werden.

An den Mehlen habe ich etwas geschraubt, aber nur wegen persönlichem Geschmack. Weniger Roggen, mehr Weizenmehl mit Schalenanteil vom Typ 1050. Dazu habe ich noch etwas Honig statt dem Zucker und etwas Apfelessig gegeben. In der Verarbeitung des Teigs habe ich noch ein paar Runden "Dehnen und Falten" eingebaut. Dabei wird der Teig nur etwas auseinandergezogen und wieder gefaltet. Das arbeitet frischen Sauerstoff ein. Das Ergebnis ist ein stabileres und luftigeres Brot. Der Rest ist gleich dem Originalrezept, dass so im Internet herumschwirrt. Ich würde ja gerne ein Originalrezept verlinken, habe aber leider nicht herausgefunden, wer es denn erfunden hat.

Friss dich dumm Brot im Thermomix® und Pampered Chef®

An alle Besitzer von Thermomix® und Pampered Chef® Ofenmeister, Zaubermeister, etc.: Ich kann euch hier leider keine zeitlichen Angaben oder auch genaue Rezeptvorgaben für eure Geräte geben, weil ich damit keine Erfahrung habe. Aber ihr findet im Netz sicher einige Rezepte des FDDB, in denen die Zeiten angegeben sind, wie dort ursprünglich vorgegangen wird. Ich empfehle generell eher die untenstehende Vorgehensweise, völlig unabhängig von den Geräten oder Backutensilien, aber falls ihr damit nicht zurecht kommt, nehmt die Anleitung der anderen Webseiten und verwendet schlichtweg weniger Hefe und lasst das Ganze zumindest länger gehen. Das wäre wichtig für den Gesundheitsfaktor. Ein Beispielrezept wäre hier zu finden (ein weiterer Unterschied: Der Ofen wird nicht vorgeheizt, was beim Brotbacken normalerweise immer gemacht wird. Aber ihr werdet schon wissen wieso in diesem Fall nicht... ;-) ).

Weitere verbesserte Rezepte aus der Thermomix Rezeptwelt

Neben dem FDDB habe ich auch das Buttermilchbrot und die Joghurtkruste überarbeitet in tolle Brote. Schau da gerne mal rein.

Mein Zeitplan

Backtag

10:45 Uhr Hauptteig angesetzt
11:45 Uhr Teig Dehnen und Falten
12:45 Uhr Teig Dehnen und Falten
13:45 Uhr Teig Dehnen und Falten
15:00 Uhr Teig geformt
16:00 bis 16:55 Uhr gebacken

Ergebnis

1200g Brot

Zubereitungszeit

🕒

Region

Deutschland

Frischehaltung

Hält 2 bis 3 Tage frisch

Rezept drucken
Dieses Brot habe ich im Topf gebacken
Ich verwende aktuell den Brotback-Topf von Chefarone (Amazon-Link*) für runde Brote oder die Challenger Breadpan. Weitere Brotback-Töpfe findest du in meinem Test. Das Brot kann aber natürlich auch auf einem Backstein oder Backstahl gebacken werden. Alles übers Brotbacken im Topf liest du hier.

Zutaten

  • 350g Weizenmehl Typ 550
  • 150g Dinkelmehl Typ 630
  • 100g Roggenmehl Typ 1150
  • 150g Weizenmehl Typ 1050
  • 5g Hefe (oder weniger)
  • 520g kaltes Wasser
  • 15 bis 18g Salz
  • 10g Apfelessig
  • 10g Honig

Zubereitung

Wie oben beschrieben kann ich leider keine Anleitung für Thermomix® und Pampered Chef® geben, weil ich damit keine Erfahrung habe. Siehe oben der Link zur Beschreibung auf anderen Websites.

Backtag

Hauptteig (bei mir 10:45 Uhr)
(in Klammern die NICHT EMPFEHLENSWERTEN Angaben aus dem Originalrezept)
520 ml kaltes Wasser
5g (1 Würfel) Hefe
10g Honig (1 TL Zucker)
350g (400 g) Weizenmehl Typ 550
150g (100 g) Dinkelmehl Typ 630
100g (200 g) Roggenmehl Typ 1150
150g (50 g) Weizenmehl Typ 1050
15 bis 18g (3 TL) Salz
10g Apfelessig
Bis 20g Reservewasser (nur einkneten, wenn Teig noch Wasser aufnehmen kann)

  • Die Hefe im Wasser auflösen (Wasser muss nicht warm sein, entgegen der weit verbreiteten Meinung).
  • Alle weiteren Zutaten bis auf das Salz dazugeben. 
  • 10 Minuten in der Küchenmaschine verkneten (7 Minuten Stufe 1, dann Stufe 2), Salz zum Schluss die letzten 3 Minuten erst einkneten. 
  • Falls der Teig noch recht fest ist oder ihr noch nicht viel Erfahrung mit weicheren Teigen (ergeben eine lockerere Krume) habt, könnt ihr zum Schluss noch bis zu 20g Wasser einkneten.
  • Teig löst sich gut vom Schüsselrand.  
  • Teigtemperatur sollte bei ca. 24° liegen, wenn deutlich wärmer oder kälter, verkürzt oder verlängert sich die folgende Reifezeit.
  • ca. 4 Std. Stockgare bei ca. 21° Raumtemperatur in einer leicht geölten abgedeckten Teigwanne.
  • Bei 60, 120, 180 min Dehnen und Falten des Teigs um Sauerstoff einzuarbeiten.
  • Teig auf die gemehlte Arbeitsplatte geben.
  • Mit der Teigkarte Mehl unter den Teig schieben.
  • Teig etwas über die Arbeitsplatte ziehen, so dass er sich etwas legt.
  • Wenn viel Luft im Teig ist, diese leicht herausdrücken (aber nicht alles; siehe Video).
  • Teig einmal von unten, dann von beiden Seiten und schließlich von oben einklappen und dabei mit der hohlen Handfläche leicht plattklopfen.
  • Nun die Seiten des Teiglings nach innen falten und mit den Fingern festhalten, so lange bis der Teig auf Spannung ist.
  • Dann mit einem kleinen Schwung den Teigling umdrehen und direkt mit den Händen schräg unter dem Teig auf Spannung über die Arbeitsplatte ziehen.
  • Das alles siehst du im Video!
  • Teigling mit dem Schluss nach unten in das Gärkörbchen legen, wenn du einen rustikalen Aufriss möchtest. Ansonsten andersherum mit der glatten Seite nach unten.
  • Gärkorb abdecken mit einem Küchentuch.
  • Ofen 1 Stunde auf 270° hochheizen (Topf oder Bräter mit aufheizen; oder ohne Topf mit Schwader und Backstein).
  • Nach 30 Minuten der Stückgare und Aufheizphase kannst du das das Gärkörbchen für die verbleibenden 30min in den Gefrierschrank stellen, wenn du mit eingeschnittenem Teig backen willst. Das gibt dem Teig etwas Stabilität. Musst du aber nicht machen, wenn der Teig nicht weich ist.
  • Teig auf ein Stück Backpapier stürzen (wenn im Topf oder Bräter gebacken, sonst auf einen Schieber stürzen).
  • Brot ggfs. einschneiden, wenn kein rustikaler Aufriss gewünscht (also wenn die glatte Seite im Gärkorb unten lag).
  • Teigling in den Topf oder Bräter legen, Topf schließen und in den Ofen geben (wenn kein Topf, dann Teig auf Backstein schieben, schwaden und backen).
  • Ofen auf 250° herunterschalten.
  • Mit Topf 25 Minuten bei geschlossenem Deckel backen, danach den Deckel abnehmen und auf 200° herunterschalten. Weitere 30 Minuten backen.
  • Ohne Topf: 10 Minuten bei 250° unter Schwaden backen.
  • Ohne Topf: Dampf kurz ablassen, Schwader rausnehmen aus dem Ofen.
  • Ohne Topf: 45 Minuten bei 200° backen.
  • Abkühlen lassen auf einem Rost.
  • Fertig!
 

Teig nach der Stockgare:

Teig nach dem Formen:

Teig nach 4 Stunden Reifezeit:

Teig nach dem 1. Dehnen und Falten:

Auflösen von Honig und Hefe im Wasser:

Kneten und Formen des Teigs:

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Autor:
René Dasbeck

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Verwendete Brotback-Helferlein

Die folgenden Utensilien habe ich bei diesem Rezept verwendet. Hier findest du alle Utensilien, die ich für's Brot-Backen verwende:

Artikel zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2022 von
* Ich empfehle unter anderem Produkte bei Amazon, die ich selber als Utensilien für das Backen meiner Brote verwende. Wenn du über meine Links etwas kaufst, erhalte ich dort eine kleine Provision. Das unterstützt mich dabei, meinen Brot-Blog weiterführen zu können. Wenn du das nicht möchtest, kannst du die Produkte natürlich auch direkt über Amazon suchen, ohne auf meine Links zu klicken. Oder noch besser: Du kaufst im stationären Handel. Das würde mich genauso freuen. Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen.
36 Antworten
  1. Sabrina

    Hallo René, ich würde so gerne dieses Brot backen, leider vertrage ich keine Hefe. Kann ich die Hefe durch Weizensauersteig ersetzen? Wieviel AsG müsste ich dann nehmen? Und wieviel Wasser??
    Danke und liebe Grüsse Sabrina

    1. René von brooot.de

      Hi Sabrina, ich würde anstelle 15-20% des Mehls im Sauerteig verarbeiten. Und das entweder am Vortag mit 10% Anstellgut ansetzen oder am Backtag ganz früh mit 25% Anstellgut warm ansetzen (28-30 Grad) und dann verwenden nach 3 Stunden (wenn der Sauerteig sich deutlich vergrößert hat)

  2. Debora

    Hi René,

    Ich habe kein Weizenmehl 1050 zuhause, und möchte auch gerade keines einkaufen. Ich habe einfach zuviel Mehl zuhause.
    Mit welchen Mehl kann ich es gut ersetzen?
    Danke für die Antwort.
    LG Debora

    1. René Dasbeck

      Kommt darauf an was du so hast. Du kannst es mit anderem Halbweissmehl ersetzen oder Mischung 550 + Vollkorn. Ist aber dann doch etwas anders in der Wasseraufnahme. Hier also vorsichtig vorgehen und eher zuerst etwas zurückhalten.

  3. Rob

    Hi Rene,

    das FDD-Brot 2.0 schmeckt super und wird allenthalben gelobt. Ich backe es im Eisentopf. Aber mir fällt auf, dass die Krume bei mir nicht so schön fluffig ist wie bei Dir. Bei Dir sind in der Krume größere „Löcher“ drin und das hätte ich auch gerne. Wie schaffe ich das?

    1. René Dasbeck

      Hi Rob, das ist in der Regel eine Frage von Mehl, Wasseranteil, richtiger Garstufen, sauberes formen, korrekt schwaden und ausreichend heiß anbacken. Schwer zu sagen aus der Ferne.

  4. Vera Bernhardt

    Hallo das Brot sieht richtig lecker aus am liebsten würde ich 2 Leib bestellen wenn es gehen würde..
    Liebe Grüße
    Bernhardt

  5. Heike

    Hallo Rene,
    ich möchte sehr gerne dieses Brot backen, vertrage jedoch Weizen nicht so gut.
    Habe Dinkelmehl 630 und 1050, sowie Roggenmehl 1150 zuhause. Könntest du mir sagen, wie ich mit diesen drei Mehlen dieses Brot zubereiten kann?
    Heike

    1. René Dasbeck

      Ersetze das Weizenmehl 550 mit dem Dinkel 630 und das Weizenmehl 1050 mit dem Dinkel 1050. Tausche 20g des Wassers gegen Zitronensaft aus. Dinkelteige sind empfindlicher. Das Vitamin C stabilisiert. Vielleicht arbeitest du mit einer Autolyse, so dass du nicht so lange kneten musst.

  6. chris

    Ich würde gerne ein Brühstück noch mit einarbeiten. Hättest du mir eine Empfehlung wie ich dann das Rezept abändern könnte?
    VG, Chris

    1. René von brooot.de

      Was würdest du denn gerne einbauen? Ich würde das einfach mal on top draufschlagen und nichts ändern. Wichtig ist, dass das Brühstück korrekt berechnet wurde bei der Wasseraufnahme. Dann sollte es weder Wasser aus dem Hauptteig ziehen, noch viel abgeben. Aber das musst du einfach ausprobieren und dich bei Problemen mit mehr oder weniger Wasser annähern.

  7. Martina Dingendorf

    Leckeres Rezept! Das Brot 1.0 war mein Einstieg ins Brot backen. Nun bin ich froh, ein Rezept mit weniger Hefe zu haben.
    Frage: kann ich die Mehlsorten ersetzen, z. B. durch Mehltypen von bong‘u?
    Habt ihr Erfahrungen? Für Hinweise wäre ich sehr dankbar!

    1. René Dasbeck

      Ja, das kannst du sicher. Je nach Mehl musst du dann vor allem die Wassermenge prüfen. Ich backe auch oft mit Bongu Mehlen oder Premium Mehlen von anderen Anbietern.

  8. Steffen

    Ich hab das Rezept gestern probiert und nur bei den Mehlsorten etwas variieren müssen weil eben nicht alles verfügbar war. Vollkornroggen, Vollkorndinkel und Weizen 700er. Der Geschmack war phantastisch im Vergleich zum Originalrezept. Leider war meine Kruste nicht so schön, sehr glatt und irgendwie merkwürdig. Das hab ich schon deutlich besser hinbekommen. Die krume war aber perfekt.
    Werde aber definitiv nie mehr mit 20g oder mehr Hefe ein Brot backen. Der Unterschied ist wirklich heftig, danke!

    1. René Dasbeck

      Hallo Steffen, zur Kruste kann ich wenig sagen ohne Bilder zu sehen. Aber schön, dass es besser geschmeckt hat als das Original.

  9. Christine

    Hallo René,

    würde gerne dein „Friss dich dumm Brot“ backen.
    Hätte da aber noch eine Frage: Kann ich den Apfelessig auch weglassen oder womit ist er ersetzbar?
    Vielen herzlichen Dank für eine Rückmeldung.
    Christine

    1. René Dasbeck

      Ja, den kannst du vermutlich auch durch Wasser ersetzen. Aus heutiger Sicht ist er nicht unbedingt nötig und trägt vermutlich relativ wenig zum Geschmack bei. Der Ursprung war der Roggenanteil. So bringt man etwas Säure rein, die der Roggen braucht. Moderne Roggensorten sind da aber nicht so empfindlich.

  10. Achi

    Hallo René,

    ich habe es gestern auch gebacken. Ist so ähnlich wie deins geworden. Ein absolut vernünftgiges und akzeptables Vesperbrot wie ich finde. Ich nenne solche Brote immer Eintagsbrote und mache Sie in ähnlichen Variationen (gerade wegen FODMAPS wie du auch bemerkt hast) mit verschiedenen Mehlvariationen auch öfter sehr gerne wenn ich spontan backe oder keinen Vorteig eingeplant habe. Aber dein Rezept hat mit dem FDDB außer den ungefähren anteiligen Mehl- und Wassermengen wie ich finde (gottseidank) eher wenig zu tun weil es mit einer ganz anderen (nämlich der richtigen) Philosophie gebacken wurde. Ob das bei den „Brot backen in Lichtgeschwindigkeit-Anhängern“ wirklich ankommt wage ich irgendwie zu bezweifeln. Ich würde es daher lieber „Friss dich vernünftig Brot“ nennen 🙂 Allerdings finde ich die Mehlzusammensetzung grundsätzlich sehr schmackig und könnte mir vorstellen, dass es mit einem gescheiten Vorteig oder Poolish aromatechnisch ein echter Knaller sein könnte. werde ich wohl demnächst mal probieren.

    LG Achi

    1. René Dasbeck

      Hallo Achi, genau das war die Intention. Dem „unvernünftigen“ Part des Rezepts den Gar ausmachen. Ich finde es schwierig Brotback-Einsteigern nicht gleich zu Beginn zu erklären, dass zu viel Hefe eher negative Folgen auf Geschmack und Verträglichkeit haben. Der Aufwand (abgesehen von etwas Zeit) ist ja der gleiche. Danke für deine Nachricht und freue mich über Rückmeldung zu anderen Varianten.

  11. Flaffi

    Im Rezept steht 5g (1 Würfel Hefe) ??????
    Ein Würfel Hefe hat aber42g (Immer),also wie denn jetzt ?????

    1. René Dasbeck

      Hallo Flaffi, wie geschrieben ist die Zahl in Klammern das Originalrezept vom „Friss dich dumm Brot“. Also die ungesündere und weniger schmackhafte Variante. Ich hab’s mal rot markiert, damit es jeder sieht…

    2. Susanne Prizio

      Hallo Flaffi, in den Klammern stehen die Angaben von dem ursprünglichen Rezept. Dass Rezept braucht wegen längerer Garzeit nur 5g Hefe!

    3. kommentarlos

      Also unfreundlicher geht es wohl nicht? Sei doch froh dass sich jemand die Mühe macht. Und das zu d…. bist ein Rezept zu lesen, kann der Rene auch nix für!

  12. Saowaluk Thongchum

    Vielen Dank für das tolle Rezept, es ist momentan unser absolutes Lieblingsbrot.
    So einfach, schnell und gelingt immer :))
    Ich habe beim letzten Mal die Hefe komplett weggelassen und dafür 130g LM genommen, es war fantastisch.
    Weiter so🙏

  13. Daniela

    Tatsächlich muss ich noch eine Frage stellen. Wenn ich das über Nacht im Kühlschrank gehen lassen möchte, um am nächsten Tag nur noch die Dehn-Faltgeschichte zu machen – empfiehlt sich das oder muss ich mind einmal schon vor dem Gang in den Kühlschrank gefaltet haben? Würdest du die Hefe reduzieren?

    1. René von brooot.de

      Ich würde den Teig nach dem Kneten ca. 3 Stunden im Raum reifen lassen und dabei die ersten 90min alle 30min Dehnen und Falten.
      Dann formen und im Gärkorb in einem großen Gefrierbeutel in den Kühlschrank stellen. Dann am nächsten Tag direkt aus dem Kühlschrank heraus backen.

  14. Daniela

    Mega genial. Habs im Dutch Oven gebacken und bin super zufrieden. Vielen Dank auch für das gut erklärte Video. Wie würdest du die Backzeit anpassen, wenn man nur die Hälfte des Teiges nimmt? Würde das nächste Mal gerne 2 kleine Brote daraus machen.

    Viele Grüße

  15. Anke R.

    Hallo!
    Heute mittag muss es schnell gehen, deshalb möchte ich mal diese Version des bekannten Friss dich dumm Brotes versuchen. Nun wartet zuhause auf mich aber eine Lieferung von Bongu. :-))) Dabei ist Sicilia Hartweizen (den würde ich wirklich gerne rein mischen, weiß aber nicht wie viel), Tipo 0 Orange und Champangner-Roggen, T80 und T65 Label Rouge. Wie tausche ich denn am besten die Mehle aus? Hätte auch noch Mailänder Krusties und Ruchmehl zuhause.
    Wäre froh über eine Inspiration, ansonsten versuche ich es einfach…
    LG, Anke

    1. René von brooot.de

      Hi Anke, Hartweizen sollte etwas weniger Wasser aufnehmen. Da vielleicht mal vorsichtiger sein bei der Wasserzugabe. Hängt aber vermutlich auch von der Sorte ab. Das 550 kannst du durch T65, das 1050 durch T80 tauschen. Du kannst auch das Ruchmehl anstelle des 1050 verwenden. Roggen gegen Roggen tauschen. Bei den Mehlen sollte aber die Wasseraufnahme generell wieder besser sein. Evtl. gleicht sich das aus. Dennoch würde ich beim Wasser vorsichtig rangehen…

  16. Heike F.

    Hallo, vielen Dank für das tolle Rezept. Habe es gestern nachgebacken und bin begeistert. Ich würde es beim nächsten Mal gerne über Nacht gehen lassen. Wie stelle ich das am Besten an? Wann in den Kühlschrank? Nach der Stockgare mit Dehnen und Falten, die Stückgare dann im Kühlschrank über Nacht…ob das geht? Hast du einen Tip für mich?
    lg, Heike

    1. René von brooot.de

      Ich würde nach ca. 3 Stunden formen und dann im Gärkorb in einem Gefrierbeutel verschlossen bei 6 Grad in den Kühlschrank gehen. Dann kannst du am nächsten Tag den Ofen aufheizen und dann direkt aus dem Kühlschrank heraus backen.

  17. Susanne Frank

    Das sieht wirklich zu lecker aus! Muss sofort probiert werden – vielen Dank für das tolle Rezept! Nur eine Frage habe ich dazu. In den obigen Angaben steht 5g Hefe und in Klammern 1 Würfel. Welche Angabe ist jetzt korrekt? Ein Würfel Hefe hat ja ca. 42 g. Vielen herzlichen Dank für eine kurze Rückmeldung.
    Susanne

    1. René von brooot.de

      In Klammern findest du nur die Angaben des Originalrezepts, das so im Netz herumschwirrt. Das ist ja genau das was ich beschreibe und eben durch meine Variante vermeiden möchte: Verwendung von deutlich zu viel Hefe.

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„Der Bäcker“

Mein Name ist René und eigentlich würde ich mich niemals selbst als Bäcker bezeichnen. Zu viel Respekt habe ich vor diesem Berufsstand und davor welche Anforderungen Mitglieder dieser Zunft täglich stemmen müssen. Aber für meine Familie bin ich „der Bäcker“. Selbst, wenn auch mal ein Brot misslingt. Hier findest du meine Lieblingsrezepte.

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