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Rezept für Würfel Buttertoast

Veganes Toastbrot

Basierend auf meinem veganen Milchbrot-Brioche wollte ich auch ein Toastbrot entwerfen. Vergiss Buttertoast aus dem Supermarkt! Dieses hier ist ohne tierische Zutaten und Zusatzstoffe und schmeckt mindestens genauso gut!

Der Buttertoast gehört zu den einfachsten Rezepten für Brote. Und doch kannst du Einiges falsch machen: Zu viel Hefe verwenden, zu lange oder kurz reifen lassen, die falsche Form verwenden und zu stark ausbacken. Das alles kannst du mit einem guten Rezept vermeiden und ich hoffe dich mit meinem Rezept dabei unterstützen zu können.

Nicht nur Kinder lieben Toastbrot und ehrlich gesagt gibt es wenige Brote, die so ein Good Feeling bescheren, als ein frisch getoasteter Buttertoast, den man auch noch selbst gebacken hat. Und wenn die Zutaten dann auch noch vegan gewesen sind und keine Tiere dafür herhalten mussten, ist das umso besser.

Lass dir von niemandem einreden, dass man heutzutage keine guten Buttertoasts mit nur veganen Zutaten backen kann. Ich habe den direkten Vergleich gebacken und konnte keinen wirklichen Unterschied feststellen. Für mich gibt es ab sofort nur noch veganes Toastbrot (vor allem, wenn ich es selber backe!).

Welche tierischen Zutaten sind in Buttertoast enthalten?

In einem regulatorisch korrekten Buttertoast muss natürlich klassische "Butter" enthalten sein. Da ich keine Bäckerei betreibe und auf solche Vorgaben nichts gebe, ist für mich auch ein butterähnlicher Ersatz immer noch kein Grund meinen veganen Buttertoast nicht "Buttertoast" zu nennen. Zudem ist in einem Buttertoast typischerweise noch Milch(pulver) enthalten. Diese beiden tierischen Zutaten sind in den allermeisten Toast-Produkten Gang und Gäbe.

Welche tierischen Zutaten habe ich vegan ersetzt in meinem Toast-Rezept?

Die Butter habe ich ersetzt mit einer veganen Butter von Meggle. Es gibt natürlich auch andere Hersteller, eine pflanzliche Margarine tut es auch. Wichtig ist schlicht der Fettanteil. Ganz egal ob aus tierischer Herstellung oder aus pflanzlicher. Oft ist vegane Ersatz-Butter hergestellt aus Raps-, Kokos- und Sheaöl.
Die Kuhmilch habe ich ersetzt durch Hafermilch mit etwas erhöhtem Fettanteil (Oatly Barista).

Kann man dieses Toastbrot auch nicht-vegan backen?

Ja natürlich. Es ist ja niemand gezwungen vegan zu backen. Du kannst selbstverständlich auch tierische Produkte dafür 1:1 verwenden.

Verwendete Mehle im veganen Toastbrot

In meinem veganen Toastbrot habe ich ein Tipo 00 Weizenmehl verwendet. Das findest du beim guten italienischen Feinkosthändler, in ausgewählten Supermärkten oder im Großhandel. Alternativ findest du hier die Liste, wo ich meine Mehle kaufe. Anstatt Tipo 00 kannst du auch Weizenmehl Typ 405 oder franz. T45 verwenden. Auch ein Typ 550er Weizenmehl geht. Mit minimalem Verlust an Fluffigkeit durch mehr Schalenanteil.

Reifezeit und Hefemenge

Du findest im Netz sicher Toast-Rezepte, die schneller gehen. Hier wurde dann viel mehr Hefe eingesetzt, was dafür sorgt, dass mehr Menschen diese Brote nicht vertragen und Bauchschmerzen kriegen. Ich verwende 5g frische Hefe, selbst das wäre noch reduzierbar. Aber so reift das Brot 6 Stunden, bis es gebacken wird. Das baut unverträgliche Zuckerverbindungen ab und sorgt zudem noch für mehr Geschmack.

Mit oder ohne Sauerteig?

Ich gebe in meinen Teig eine kleine Menge an übriggebliebenem Sauerteig. Das kannst du dir sparen, wenn du keinen hast. Dann gebe ich dir unten an, was du anstelle dessen dazugibst. Hast du Sauerteig, gibt der noch etwas Geschmack und verbesserte Haltbarkeit in das Brot ab.

Die richtige Kastenform für einen Butter-Toast

Du siehst, dass ich meine Toastbrote in coolen Würfel-Kastenformen gebacken habe. Das musst du natürlich nicht. Du kannst auch eine typische Toastform (mit oder ohne Deckel bleibt dir überlassen) verwenden. Ich gebe dir das auch unten so an und dazu noch meine Variante mit den kleineren Würfelformen.

Mein Zeitplan:

Achtung: Die Zeiten können sich verkürzen, je nach Temperatur im Raum und Teig und je nachdem wie frisch deine Hefe ist.

Backtag

10:30 Uhr Hauptteig geknetet
11:15 Uhr Dehnen und Falten
12:00 Uhr Dehnen und Falten
14:20 Uhr Teiglinge abstechen und rund wirken
14:30 Uhr Teiglinge ausrollen, aufrollen und in Form(en) legen
16:00 Uhr Ofen einschalten
16:30 bis 17:15 Uhr backen (ich 10 Minuten kürzer wegen kleineren Formen)

Rezept

Ergebnis

ca. 850g Brot (oder 2 Würfel Toast-Brote 350 bis 375g)

Zubereitungszeit

🕒

Region

Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich

Frischehaltung

Hält lange frisch

Rezept drucken
Dieses Brot habe ich in der Kastenform gebacken.
Alles übers Brotbacken im Topf liest du hier und auch, welche Kastenformen ich so verwende. Ich habe hier mit einer beschichteten Stahl-Kastenform* gebacken. Sie hat eine Größe von 21 x 12 x 11.7 cm und ist für 450 bis 1000g Brote (je nach Teigvolumen) geeignet:

Zutaten

  • 500g Weizenmehl Typ 405 oder 550 (ich Tipo 00)
  • 300g Hafermilch Barista 3 zimmerwarm (Alternativ: Kuhmilch für nicht-vegane Variante)
  • 40g Butter vegan oder Margarine (Alternativ: normale Butter für nicht-vegane Variante)
  • 5g frische Hefe
  • 30g alter Sauerteig (ich Weizensauerteig) (oder 1g frische Hefe + 15g Mehl + 15g Wasser)
  • 15g Zucker
  • 10g Salz
  • 30g Bassinage / Reserve-Hafermilch

Hinweis, damit der Teig nicht zu weich wird: Es macht Sinn die Wassermenge immer etwas vorsichtiger zu dosieren, wenn nicht genau die gleichen Mehle verwendet werden, die ich verwendet habe. Ich versuche schon durch "Reservewasser" einen gewissen Faktor herauszurechnen, dennoch kommt es immer wieder vor, dass mal Teige beim Nachbacken zu weich werden. Lieber zu Beginn nochmal 20g weniger Wasser nehmen und später dann dazugeben. Vor allem dann, wenn man am Anfang der BäckerInnen-Karriere steht. :)

Hinweis zu Knetzeiten: Bitte beachte, dass hier angegebene Knetzeiten bei dir variieren können. Ich gebe hier die Knetdauer mit meiner Knetmaschine an. Mit anderen Maschinen und unterschiedlichen Parametern (Temperaturen, finale Wassermenge, Mehlsorte) können die Knetzeiten abweichen. Bitte achte eher auf Teigkonsistenzen, als auf meine Zeitangaben zur Knetdauer.

Hinweis zum Backen: Solange ich nichts Gegenteiliges angebe, bitte immer Ober- und Unterhitze verwenden!

Zubereitung

Achtung: Ich habe in 2 kleinen Würfelformen gebacken* (Amazon-Partnerlink; für jeweils 350 bis 450g Teig). Diese haben wenige Leute zu Hause. Du kannst natürlich auch in einer großen Toastform (750 bis 1000g Teig) backen. Ich gebe hier auch diese große Form an und in Klammern meine Variante.

Backtag

Hauptteig (ich: 10:30 Uhr)
30g alter Sauerteig (oder 1g frische Hefe + 15g Mehl + 15g Wasser)
***(kleine Würfelformen gleiche Menge)
500g Weizenmehl Typ 405 oder 550 (ich Tipo 00)
***(kleine Würfelformen nur 450g)
300g Hafermilch Barista (2-3% Fettanteil) zimmerwarm
***(kleine Würfelformen nur 270g)
5g frische Hefe
***(kleine Würfelformen nur 4g)
40g vegane Butter oder Margarine (ich: Meggle vegane Butter (keine bezahlte Werbung)) (später einkneten)
***(kleine Würfelformen nur 36g)
15g Zucker (später einkneten)
***(kleine Würfelformen nur 13g)
10g Salz (später einkneten)
***(kleine Würfelformen nur 9g)
30g Bassinage / Reserve-Hafermilch (was ist Bassinage?) (ggfs. später einkneten)
  • Hefe in der Hafer-Milch einrühren und auflösen und dann alle Zutaten (bis auf Salz, Zucker, vegane Butter, Bassinage) dazugeben und ca. 8 Minuten verkneten bis der Teig konsistent und einigermaßen dehnbar ist. Dann Salz und Zucker für 1 Minute einkneten. Dann die zimmerweiche vegane Butter in Flocken einkneten. Teig sollte nicht zu weich und auch nicht zu fest sein. Siehe meine Fotos unten. Wenn zu fest, dann ggfs. noch etwas Hafermilch tröpfchenweise einkneten (Bassinage). Mein Teig war nicht zu 100% glatt, das ist kein Problem. Ich habe fast 20 Minuten geknetet.
  • Teigtemperatur lag bei mir bei 25 Grad.
  • Teig reift dann in einer leicht geölten Teig-Wanne oder Schüssel abgedeckt bei ungefähr 21.5° bis zur Verdopplung. 
  • Bei 45 und 90 Minuten wird der Teig aufgedehnt und wieder zusammengelegt (Dehnen und Falten).
  • Mein Teig hat ca. 3,5 bis 4 Stunden gebraucht bis zur Verdopplung (Verdopplung ist wichtig!). Möglich, dass dein Teig schneller reift oder länger braucht. Du musst ihn gut beobachten und dann bei der Verdopplung weiter verarbeiten.
  • Dann wird der Teig auf die gemehlte Arbeitsplatte gegeben und
  • bei 1 große Form: 3 gleich große Stücke werden abgestochen (abwiegen ca. 310g pro Teigling).
  • ***(bei 2 kleinen Würfel Formen: 2 gleich große Stücke werden abgestochen (abwiegen ca. 410g pro Teigling).)
  • Alle Teiglinge werden auf Spannung rund geformt oder geschoben. Siehe Beispiel Video unten. Anschließend 10 Minuten ruhen gelassen.
  • Alle Teiglinge werden dann mit einem Nudelholz flach ausgerollt und dann wieder eingerollt, so dass die Rollen gut in die Form passen. Wenn sie zu breit sind, zuerst die Seiten etwas einschlagen und dann einrollen. Es entstehen auf Spannung gerollte Teiglinge. Siehe Beispiel-Video unten.
  • ***(Siehe unten auch das Video für die kleinen Formen)
  • bei 1 große Form: Alle Teiglinge kommen in eine zuvor eingefettete große Kastenform (für ca. 1kg Teig; ich nehme immer natürliches Trennspray, siehe unten).
  • ***(bei 2 kleinen Würfel-Formen: Meine beiden kleinen Formen hatten die Maße 11.5 x 11.5 x 10.5 cm. In jeweils 1 Form kommt 1 Teigling.)
  • Die Teiglinge reifen dann im Kasten abgedeckt mit einem Küchentuch, bis sie nochmal deutlich vergrößert sind. Bei mir gingen sie dann bis kurz unter den Kastenrand (bei Verwendung des Deckels darauf achten, dass der Teig nicht schon übersteht; es muss etwas Luft sein, sonst quillt das Brot dann unter dem Deckel hervor). Das ist wichtig, auch, dass der Teig nicht mehr zu viel Spannung hat. Die Fingerprobe ist wichtig. Teig sollte schon etwas wollig sein und beim Einstupsen nicht direkt wieder zurückkommen. Erst dann ist er bereit zum backen und bricht durch den Ofentrieb nicht unkontrolliert aus dem Kasten aus. 
  • Bei mir hat die Reife in der Stückgare 2 Stunden gedauert. Das kann bei dir durchaus variieren. Auch je nach Temperatur.
  • 30-40 Minuten vor dem Backen wird der Ofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze aufgeheizt. Mit oder ohne Backstein möglich, ich habe mit Backstein gebacken. Du musst den richtigen Zeitpunkt abpassen, bei mir war das eine halbe Stunde vor dem Backen als ich gesehen habe, dass der Teig den Kastenrand demnächst erreicht und schon wollig wurde.
  • Wenn du ohne Deckel backen willst, muss auch ein Schwadegefäß in den Ofen gestellt werden während der Aufheizphase. Durch den Schwader kann Dampf in den Ofen gebracht werden, was den Ofentrieb verbessert. 
  • Der Kasten (oder die Kästen) kommt nun in den Ofen (unteres Drittel). Direkt beim Einschießen des Brots in den Ofen wird geschwadet (nur wenn du ohne Deckel bäckst).
  • Nach 8 Minuten wird (der Dampf kurz abgelassen und) der Ofen auf 180 Grad heruntergeschaltet.
  • Dann ca. 37 Minuten weiterbacken
  • ***(bei 2 kleinen Formen nur ca. 27 Minuten).
  • Der Buttertoast backt insgesamt ca. 45 Minuten ***(bei 2 kleinen Formen ca. 35 Minuten), bis es schön aufgegangen und goldbraun ist. 
  • Die Kerntemperatur sollte ca. 95-98° betragen. Wer ein Ofenthermometer hat, kann sich danach orientieren.
  • Kasten aus dem Ofen nehmen, Brot aus dem Kasten nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen.
  • Wenn du ohne Deckel gebacken hast, kannst du die Oberfläche noch mit Wasser absprühen für etwas Glanz
  • Nach ca. 2 Stunden ist das Toastbrot genug abgekühlt um gegessen zu werden.
  • Fertig!

 

***So wie dieses Toastbrot habe ich das vegane Toastbrot auch geformt. Du siehst hier die Variante mit den beiden Würfel-Formen.

Bei einer großen Form packst du 3 Teiglinge geformt nebeneinander. So wie hier zu sehen bei meinem Vollkorn-Brioche-Milchbrot.

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Autor:
René Dasbeck

Bei Fragen melde dich gerne unter:
info@brooot.de
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instagram.com/brooot.de

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Verwendete Brotback-Helferlein

Die folgenden Utensilien habe ich bei diesem Rezept verwendet. Hier findest du alle Utensilien, die ich für's Brot-Backen verwende:

Artikel zuletzt aktualisiert am 26. Juni 2023 von
Hier findest du Quellennachweise
* Ich empfehle unter anderem Produkte bei Amazon, die ich selber als Utensilien für das Backen meiner Brote verwende. Wenn du über meine Links etwas kaufst, erhalte ich dort eine kleine Provision. Das unterstützt mich dabei, meinen Brot-Blog weiterführen zu können. Wenn du das nicht möchtest, kannst du die Produkte natürlich auch direkt über Amazon suchen, ohne auf meine Links zu klicken. Oder noch besser: Du kaufst im stationären Handel. Das würde mich genauso freuen. Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen.
4 Antworten
  1. Maria

    Hallo Renè,
    Ich habe gestern dein Toastbrot gebacken. Voller Erfolg!!
    Ebenso mit Manitobamehl der Eilinger Mühle. Mein Teig war zwar megaweich und Bassinage gar nicht mehr möglich. Ich war überrascht denn normal saugt dieses Mehl ja ohne Ende. Ich konnte ihn auch nur vorsichtig zusammenschlagen und nicht ausrollen, ABER das Ergebnis ist der Hammer!! Kommt fast einem Briochebrot gleich, nur eben stabiler zum toasten.
    Danke!
    Lieben Gruß Maria

  2. Verena

    Hallo, ich schmöker schon länger in deinen Rezepten…
    Jetzt back ich gerade das vegane Toastbrot (in einer nicht veganen Variante) – allerdings mit Manitoba. Irre, wieviel Wasser das aufnehmen kann. Ich bin also nicht mit den 30g Bassinage ausgekommen, logisch 🙂
    Es ist gerade im Rohr und ich bin schon fürchterlich gespannt…
    Liebe Grüße, Verena

    1. René von brooot.de

      Ich hoffe, das hat alles geklappt. Das stimmt…bei Manitoba muss noch viel mehr Wasser rein. Allerdings brauchst du das in der Regel nicht für Toastbrot. Hier reicht normales Mehl völlig aus.

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Über mich

Mein Name ist René und eigentlich würde ich mich niemals selbst als Bäcker bezeichnen. Aber für meine Familie bin ich „der Bäcker“. Und weil mir das Backen von Brot unendlich Freude bereitet, versuche ich hier für mich und andere eine Sammlung an Brotback-Wissen und vielen Rezepten zu schaffen. Viel Spaß damit!

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